Der CSU-Politiker, der in Berlin für das Landwirtschaftsressort zuständig ist, wird am 1. Februar nach Siegenburg kommen. Dort wird Schmidt gemeinsam mit Politikern aus der Region und vielen anderen Gästen an der Feier zur Ausweisung des neuen Naturschutzgebiets auf der Fläche des Bombodroms teilnehmen. Der Mittelfranke wird zudem die Festansprache im Rathaus der Marktgemeinde halten. Zuvor werden die Teilnehmer der Feier, zu denen neben Landrat Hubert Faltermeier auch Niederbayerns Regierungspräsident Heinz Grunwald und Wolfdietrich Rading als Vorsitzender der Siegenburger Bürgerinitiative gehören, das frühere Militärgelände besichtigen. Einen Einblick in Flora und Fauna sollen dabei Mitarbeiter des Bundesforstbetriebs Hohenfels geben.

Wie bericht, hat die Regierung von Niederbayern das Bombodrom Ende November zum Naturschutzgebiet erklärt. Jetzt hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages außerdem zugestimmt, das 291 Hektar große Gelände von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt zu übertragen. Die Entscheidung war zu erwarten, ließ jedoch lange auf sich warten. Eigentlich hätte sich der Ausschuss bereits vor Monaten mit dem Thema beschäftigen und darüber entscheiden sollen. Doch auf Betreiben der Unionsfraktion war der Punkt damals von der Tagesordnung geflogen. Bereits im Juni hatte das Bundesumweltministerium das Gelände bei Siegenburg zum Nationalen Naturerbe erklärt.

Bei den Betroffenen vor Ort - egal ob in der Kommunalpolitik oder in Reihen der Bürgerinitiative gegen Fluglärm - ist die jetzige Nachricht aus der Bundeshauptstadt mit Erleichterung aufgenommen worden. "Es freut mich sehr, dass die Haushaltsexperten im Bundestag den Weg frei gemacht haben, damit wir die Planungen für die Nutzung des Geländes weiter konkretisieren können. Mit der Bundesstiftung erhält unser Wunschkandidat den Zuschlag", betont der Siegenburger Bürgermeister Johann Bergermeier (UW).

Gemeinsam mit allen Beteiligten in der Regierung von Niederbayern, des Landkreises, der Gemeinde und der Bürgerinitiative wollen der Abgeordnete Oßner und Bergermeier jetzt dazu beitragen, dass das ehemalige Bombodrom als touristisches Erholungsgebiet nutzbar wird. "Wir hoffen, die Menschen in der Region in den nächsten Jahren ein Stück weit für die Belastungen durch den Schießplatz entschädigen zu können, indem wir das Gelände für die Naherholung umwandeln", teilte Oßner mit. "Wir werden daran arbeiten, es so umzuwandeln, dass Siegenburg noch attraktiver als Tourismusstandort in der Region wird", verspricht Bürgermeister Bergermeier.