Wochen, ja Monate wurde nach einem geeigneten Lustspiel gesucht, berichtet Claudia Schiereis, die seit fünf Jahren beim Theaterverein Schambachbühne Regie führt. Es wurden verschiedene Stücke durchgelesen und über deren Inhalt mit den Laiendarstellern und dem Vorstandsgremium diskutiert. So fiel die Wahl schließlich auf die ländliche Komödie in drei Akten mit dem Titel "Gschwendlhofbauer-Bazi" von Ulla Kling.

Seither sind die drei weiblichen und fünf männlichen Darsteller in Schamhaupten dabei, den Text für das rund 90-minütige Theaterstück zu lernen und die Szenen einzustudieren. Mittlerweile haben auch die Bühnenbauer begonnen, die Bühne im Pfarrheim aufzubauen. Da es neue Räumlichkeiten sind, muss das bestehende Bühnengerüst komplett abgeändert werden, so Alfred Schels, der Vereinskassier und Hauptmentor beim Bühnenbau. Zwischenzeitlich steht das "Grobe" der Bühne, samt Kulisse. In den nächsten Tagen wird die Kulisse gestrichen, auch der vorhandene Vorhang musste eingekürzt werden. Ebenso wurden einige Träger und Traversen aus Aluminium abgeändert, um der rund 40 Quadratmeter großen Bühne den nötigen Halt zu geben. In den nächsten Tagen wird die Lichttechnik installiert und es werden verschiedene Requisiten ins Bühnenbild mit eingebracht, so Schiereis und Schels im Gespräch.

Die Handlung ist wie so oft mitten aus dem Leben gegriffen: Auf dem Gschwendlhof liegt einiges im Argen. Opa Bartl, gespielt von Günther Sperr, hat sein Bett in der Stube stehen und lässt sich von Tochter Erna, verkörpert von Beate Feigl, und Enkelin Gerdi, gespielt von Regina Zeitler, bemuttern. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis er das Zeitliche segnet. Darauf spekuliert vor allem Sigi, Andreas Zeitler, der Ehemann von Gerdi. Jedoch entwickelt sich Sigi nicht zum erhofften Bauern, sondern verbringt seine Zeit mit Kumpel Joschi, der von Manfred Handl dargestellt wird, in diversen Bars und Spelunken. Gerdi würde sich am liebsten scheiden lassen, doch der Pfarrer, gespielt von Andreas Schneider, redet ihr immer wieder ins Gewissen. Doch dann macht Sigi einen fatalen Fehler, und wird dabei vom Opa beobachtet. Ab da entwickelt der bis dahin so schwache und erkrankte Alte ungeahnte Kräfte. Mit seinem Wissen und einer gewaltigen Portion Bauernschläue sowie der Hilfe des Herrn Pfarrers, veränderte sich das Leben auf dem Gschwendlhof abrupt.

Gespielt wird an zwei Wochenenden im November. Am Freitag, 10. November, ist Premiere. Die sechste und letzte Aufführung ist am Sonntag, 19. November. Bis zum Advent sind es noch zwei Wochen, um alles wieder abzubauen und zu verstauen.