Sonntag, 14.03.2010 |

 

08.02.2010 22:00 Uhr | 540x gelesen
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Spender für Hans Gabler gefunden


Bild: Spender für Hans Gabler gefunden . Riedenburg Riedenburg (DK) Riesige Erleichterung in Riedenburg: Für den leukämiekranken Hans Gabler aus Meihern ist ein passender Stammzellenspender gefunden worden. Am Freitag haben die Ärzte der Uni-Klinik Regensburg den 44-Jährigen per Telefon darüber informiert.

Riedenburg (DK) Riesige Erleichterung in Riedenburg: Für den leukämiekranken Hans Gabler aus Meihern ist ein passender Stammzellenspender gefunden worden. Am Freitag haben die Ärzte der Uni-Klinik Regensburg den 44-Jährigen per Telefon darüber informiert.



Bild: Spender gefunden: Hans Gabler aus Meihern, hier im Januar bei der Typisierungsaktion in der Riedenburger Drei-Burgen-Halle, freut sich über die gute Nachricht. Gleichzeitig weiß er, dass noch viel schief gehen kann.? Arch - foto: Janda
Die lange Zeit der Ungewissheit hat ein Ende. Und mit ihr auch das Hoffen und Bangen, mit dem Hans Gabler in den vergangenen Wochen und Monaten leben musste. Für den Meiherner hat sich jetzt die lang ersehnte Chance ergeben: Es gibt einen geeigneten Spender, dessen Stammzellen das Leben des 44-Jährigen retten könnten.
 
Gabler, der seit Ende September an Blutkrebs leidet, ist natürlich überglücklich. "Ich freu’ mich riesig darüber", sagt er im Gespräch mit dem DONAUKURIER. Gleichzeitig sei ihm sehr wohl bewusst, dass noch immer "ein steiler und langer Weg" vor ihm liegt. Und dass die kommenden Wochen mit die längsten in seinem Leben werden. Läuft alles nach Plan, bekommt Gabler bereits Mitte März, also in rund eineinhalb Monaten, die lebensrettende Spende. Und das zu wissen, ist für den 44-Jährigen "1000 Mal besser als die Ungewissheit", wie er sagt.
 
Nachricht per Telefon

 
Die gute Nachricht hat Gabler am Freitag erreicht. "Die Uni-Klinik hat angerufen und mir gesagt, dass ein potenzieller Spender gefunden wurde", erzählt er. "Die Merkmale stimmen so weit überein, dass er für die Spende freigegeben wurde." Um wen es sich dabei handelt, werden Hans Gabler und seine Lebensgefährtin Marianne Brock vorerst natürlich nicht erfahren.
 
Die nächsten Wochen bis zu dem Eingriff werden für den Meiherner außerdem noch mal besonders schwer: "Ich muss jetzt noch mehr Tabletten nehmen", sagt er – "gegen jede Art von Krankheit." Denn jeder noch so kleine Bazillus würde die komplette Spende verschieben. "Ich muss topgesund sein", sagt Gabler, "sofern das bei mir möglich ist." Sein Zeitplan sei deshalb in den kommenden Wochen mehr denn je mit Arztterminen gespickt.
 
Die nächsten Tage will sich der 44-Jährige nun erst mal etwas rar machen und ein bisschen Zeit für sich haben. Auch um ein wenig Abstand zu gewinnen. Momentan vergehe bei ihm zu Hause kaum eine Minute, in der das Telefon nicht klingelt. "Wir haben am Samstag eine E-Mail an alle Freunde und Bekannten geschrieben und ihnen Bescheid gesagt", erklärt er. "Die sollen das natürlich alle wissen."
 
Ein Schicksal, das berührt
 
Dass jetzt alle mehr erfahren wollen, zeigt, wie sehr sein Schicksal berührt. Gabler, der im Berufsleben bei der Riedenburger Außenstelle des Wasserschifffahrtsamtes arbeitet, kämpft seit Herbst mit allen Mitteln gegen die Krankheit an, die seinen Körper bereits zum zweiten Mal befallen hat. Um einen geeigneten Spender zu finden, haben seine Freunde – wie berichtet – eine Typisierungsaktion aus dem Boden gestampft; übrigens die erste in Riedenburg. Mit überwältigendem Erfolg: Fast 1900 Menschen kamen im Januar in die Drei-Burgen-Halle.
 
Dass sein schwerer Weg mit der Transplantation noch lange nicht vorbei ist, weiß Gabler. "Aber das ist es, auf das ich seit Monaten warte", sagt er. Und das gibt ihm Kraft. Die Kraft, die er braucht, um auch die langen Wochen bis zur Spende zu überbrücken.

Von Stefan Janda


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