CSU: Florian Ossner

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Florian Ossner (CSU)
Privat
Riedenburg

Dem Deutschen Bundestag gehört Florian Oßner bereits seit vier Jahren an. Der Volkswirt aus Velden eroberte für die CSU das Direktmandat mit 58,1 Prozent der Erststimmen. Nun stellt sich der 37-Jährige der Wiederwahl. Im Bundestag gehört der gebürtige Vilsbiburger dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur an. Seine politische Laufbahn begann er vor 20 Jahren als Ortsvorsitzender der JU Velden. In seiner Heimatstadt sitzt er im Marktrat und er gehört dem Kreistag in Landshut an. Er ist stellvertretender Bezirksvorsitzender der CSU Niederbayern.

In seiner Partei hat sich der verheiratete Vater von zwei kleinen Kindern in den vergangenen Jahren vor allem als Verkehrspolitiker profiliert. Er setzt sich für eine umfassende Fahrbahnsanierung der A 93 ein. Die Autobahn hatte bei heißen Temperaturen mehrfach für Schlagzeilen gesorgt, weil es zu Aufplatzungen gekommen war. Zudem kämpft Oßner in Berlin für den dreispurigen Ausbau der Bundesstraße 16 und die Verbesserung des Lärmschutzes entlang dieser für die Region wichtigen Verbindung. Generell liegt Oßner der Ausbau der Infrastruktur in den ländlichen Gebieten am Herzen, um in ganz Bayern gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Als gläubiger Katholik engagiert er sich für den Schutz der Ehe, Familie und des ungeborenen Lebens. Er plädiert für einen Umbau des Steuersystems, um dieses wieder leitungsgerechter zu gestalten.

 

SPD: Anja König

Anja König
Rast
Riedenburg

Geboren im Jahr 1970 in Thüringen, wuchs Anja König als jüngstes von vier Kindern auf. Nach dem Abitur studierte sie Lehramt für Mathematik und Physik. Da es damals im gesamten Bundesgebiet aber zu wenig Referendarstellen gab, machte sie ihren Abschluss nicht. Stattdessen gelang ihr bei einer gesetzlichen Krankenkasse der Einstieg ins Berufsleben. Im Jahr 1996 zog sie nach Landshut um, wo sie 2002 zu einer Betriebskrankenkasse wechselte. Deren Servicecenter für ganz Niederbayern leitet sie seit zehn Jahren. Inzwischen ist die 47-Jährige geschieden. Sie hat zwei erwachsene Kinder und bereits zwei Enkelkinder. 
Der SPD und der Gewerkschaft trat Anja König 2004 bei, zwei Jahre später war sie Vorsitzende eines sozialdemokratischen Ortsvereins. Im Jahr 2014 zog sie in den Landshuter Stadtrat ein, sie fungiert als stellvertretende Vorsitzende ihrer Fraktion.

Im Bundestag würde sich die Gesundheitsexpertin für folgende Ziele einsetzen: Schaffung einer Bürgerversicherung, Herstellung der vollen Parität in der gesetzlichen Krankenversicherung, Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen, Umwandlung der Pflegeversicherung in eine Vollversicherung und Abschaffung der privaten Krankenvollversicherung. Die Mütterrente sollte ihrer Überzeugung nach aus Steuern bezahlt und der Mindestlohn auf 10,50 Euro erhöht werden. Für mehr Steuergerechtigkeit fordert sie eine Vermögenssteuer für Millionäre.

 

Linke: Erkan Dinar

Erkan Dinar
Christian Schranner
Riedenburg

Die Eltern von Erkan Dinar stammen aus einem Dorf in der Türkei, er selbst wurde 1980 in Weißenburg geboren. Nach der Mittleren Reife absolvierte er eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Dinar ist verheiratet und hat einen Sohn aus einer früheren Beziehung. Er lebt seit dem Jahr 2003 in einem Wohnprojekt mit Namen Brecht(h)aus in der Weißenburger Altstadt.

Von 1998 bis 2002 gehörte Dinar den Jusos und der SPD an. Einen Tag nach der Bundestagswahl wechselte er zur damaligen PDS und gründete wenige Monate später einen Ortsverband in Weißenburg. Die PDS ging 2007 in der Partei Die Linke auf. Im gleichen Jahr wurde Dinar deren Kreisvorsitzender für Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach. Er gehört dem Weißenburger Stadtrat, dem Kreistag sowie bis zum August dem bayerischen Landesvorstand der Linken an. Letztere Tätigkeit gab er mittlerweile auf.

Dinar übt auf seiner Facebook-Seite massive Kritik an der Kooperation deutscher Rüstungskonzerne mit der Türkei. Er wirft der Regierung Erdogan vor, Krieg gegen die politische Opposition, die demokratischen Kräfte und insbesondere die in der Türkei lebenden Kurden zu führen. Erdogan habe ein „diktatorisches System errichtet“ und werfe die politischen Gegner willkürlich ins Gefängnis. Zudem beliefere die türkische Regierung seit Jahren islamistische Gruppen wie den IS mit Waffen. Erdogans Expansionsbestrebungen zielten auf die Errichtung eines neuen Osmanischen Reiches, glaubt Erkan Dinar.

 

Grüne: Petra Seifert

Petra Seifert
Petra Seifert
Christian Schranner
Riedenburg

In Naila in Oberfranken wurde Petra Seifert geboren. Nach dem Abitur folgte ein Studium für Lehramt am Gymnasium sowie Entwicklungs-, Markt- und Organisationspsychologie. Nach dem Studienabschluss war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Projekts der Computerlinguistik an der LMU München, dann Werkstudentin bei Siemens-Nixdorf. Altdorf bei Landshut ist seit dem Jahr 2011 ihre Heimat. Der Wunsch von Petra Seifert war schon immer, mit Menschen zusammenzuarbeiten und sich ehrenamtlich, zum Beispiel bei der Kinder- und Jugendarbeit in ihrer evangelischen Kirchengemeinde, zu engagieren. Ihre Hobbys sind Bergwandern, argentinischer Tango, Theater und Bücher.

Bei den Grünen setzt sich Petra Seifert für eine Änderung der Agrarpolitik ein. Kleinere landwirtschaftliche Betriebe, die ökologisch wirtschaften und artgerechte Tierhaltung praktizieren, sollten finanziell stärker unterstützt werden. Sie fordert einen Ausstieg aus der Endlosspirale, wonach es immer mehr Tiere und immer größere Ställe geben muss, um als landwirtschaftlicher Betrieb zu überleben.

Um die Erderwärmung zu stoppen, sollten die umweltschädlichsten Kohlekraftwerke sofort abgeschaltet werden. Bis zum Jahr 2030 müsse die Verstromung von Kohle aufhören. Der E-Mobilität sei durch intelligente Förderung zum Durchbruch zu verhelfen. Die deutsche Autoindustrie sei technologisch in der Lage, der Konkurrenz aus China und Amerika Paroli zu bieten und bezahlbare E-Autos zu bauen.