Parsberg: Mit Ritter Wonnebold unterwegs
Erste Station der Wanderer auf dem Burgensteig von Parsberg nach Lupburg war die Burg Parsberg. Bürgermeister Josef Bauer begrüßte die Gruppe. - Fotos: Sturm
Parsberg

Nach einer Wanderung von der Burg Parsberg zur Burg Lupburg feierte der Landkreischef mit den Bürgermeistern Josef Bauer aus Parsberg, Manfred Hauser aus Lupburg, Eduard Meier aus Seubersdorf und Vizebürgermeister Klemens Meyer ( alle CSU) aus Velburg, mit Tourismusreferentin Christine Riel, Abteilungsleiter Michael Gottschalk und Sachgebietsleiter Michael Endres die Eröffnung der Neumarkter Burgensteige.

Ebenfalls mit dabei waren Vertreter des Deutschen Alpenvereins und des Landkreises Regensburg sowie die Tourismusfachkräfte der Kommunen. Aus Neumarkt war in historischem Gewand Reinhard Veit von den Wolfsteinfreunden angereist. Weil das Wetter passte, machten sich gut zwei Dutzend Wanderer auf die Spuren des Ritters Wonnebold, der die Wandermarkierungen der Burgensteige ziert. Erste Station war die Burg Parsberg. Dort gab es eine kleine Stärkung mit Brezengebäck und Erfrischungsgetränken. Bürgermeister Bauer begrüßte die Gruppe und sagte: "Es ist schön, dass wir hier auf zwei Kilometern zwei so schöne, mit Leben erfüllte Burgen haben."

Im Burghof hoch über den Dächern des Marktfleckens Lupburg wehten Fahnen im Wind, Musikanten spielten auf und auf einem Grill brutzelten leckere Würste für eine besondere Spezialität, die original Lupburger Burgflöte. Auf dem Burgvorplatz staunten die Gäste über den rechtzeitig fertig gewordenen Maschkererbrunnen. Die Figuren zeigen die wichtigsten Größen des Lupburger Faschings.

Die Bürgermeister Bauer und Hauser durchschnitten das vor das Burgtor gespannte Band und gaben damit symbolisch die Burgensteige frei. Hauser sagte: "Wir Lupburger freuen uns sehr, dass wir als Gastgeber zur Eröffnung der Neumarkter Burgensteige ausgewählt wurden." Die Lupburger Burg ist nach den Worten Hausers ein Bauwerk von herausragender baugeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung und ein Symbol der historischen Eigenständigkeit des Marktfleckens. Ihre Geschichte reicht zurück bis in das Jahr 960, 1632 wurde sie von den Schweden zerstört, 2006 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Nach mehr als 10 000 freiwilligen Arbeitsstunden erhebt sich die Burg in neuem Glanz über den Ort. Sie ist Heimat vieler Vereine und Sitz der Marktverwaltung. "Unsere Burgen und Ruinen prägen noch heute das Landschaftsbild in der Oberpfalz und sind Wahrzeichen unserer Städte und Märkte", sagte der Landrat.

Ausdrücklich bezog Gailler die Gemeinden Seubersdorf und Velburg sowie die Wolfsteiner in seine Dankesworte ein: "Es ist schön zu sehen, wie überall historische Schätze aufgebaut, bewahrt und zukunftsfähig gemacht werden." Die Neumarkter Burgensteige sind als Weitwanderweg in beide Richtungen von Neumarkt beziehungsweise Seubersdorf aus bis Lupburg markiert. Tageswanderer können auf regionalen Routen zum Ausgangspunkt zurückwandern. Landrat und Bürgermeister freuten sich, dass nun die Neumarkter Burgensteige die bereits bestehenden Regensburger ergänzen und die Burgen sowie Ruinen im Tal der Schwarzen Laber durchgängig für Wanderer erlebbar machen. Erstmals können im Kreis Neumarkt vier Ruinen und zwei Burgen erwandert werden.