Mendorf: Ausbesserungen und ein neues Pflaster
Foto: Franz Krupka
Mendorf

Der örtliche Marktrat Josef Semmler (CSU/PW) begrüßte im Johann-Simon-Mayr-Dorfgemeinschaftshaus Bürgermeister Norbert Hummel sowie 73 Bürgerinnen und Bürger, darunter acht Markträte. Zu Beginn der Versammlung unterrichtete Bürgermeister Hummel die Besucher über die finanzielle und strukturelle Lage der Gemeinde in den verschiedensten Sparten (wir berichteten). Ein Problem für den Bürgermeister sind die vielen Sanierungen und die Pflege der Friedhöfe in den Ortsteilen der Großgemeinde. Dabei überlassen auch einige Orte die Pflege des Friedhofes der Gemeinde ganz und das verursache hohe Kosten. Dass dies in Mendorf anders ist, dafür dankte der Rathauschef der Vorsitzenden des Vereins für Gartenbau und Heimatpflege Mendorf, Karin Scheringer, die einige Male über das Jahr die Dorfbevölkerung zum Pflegen der Sträucher- und

Blumenrabatte eingeladen hat. Hummel sprach in seinem Bericht auch die Dorferneuerung in den Ortsteilen an. Dazu teilte er mit, dass die Gemeinde Altmannstein in das Dorferneuerungsprogramm für ländliche Entwicklung aufgenommen wurde. Ziel dieses Programms ist es, den ländlichen Raum zu fördern, zu stärken und bei der Entwicklung der Ortsteile und der Gemeinde mitzuplanen und mitzuarbeiten.

Darum ist geplant, dass in nächster Zeit in der Schule für Dorf- und Gemeindeentwicklung in Thierhaupten ein Seminar stattfindet. Dazu sind neben den Gemeinderäten auch noch jeweils eine Person, die Interesse hat, aus den einzelnen Ortsteilen willkommen. Dort können alle Vorschläge, die zur Dorferneuerung und Dorfentwicklung der Orte und der Gemeinde beitragen, vorgebracht und besprochen werden. Anschließend wird in der Gemeinde ein Zukunftskonzept für die Orte und die gesamte Gemeinde entwickelt - und beschlossen, in welchem Ort eine größere oder kleinere Dorferneuerung vorgenommen wird.

Zum Thema Ende des Breitbandausbaues und für die Inbetriebnahme des schnelleren Internets konnte Hummel noch keinen genauen Termin nennen. Laut Auskunft der Telekom solle der Ausbau aber noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

In der Aussprache über die örtlichen Vorhaben stellte Kirchenpfleger Alois Zieglmeier den Antrag: "Da nach neuester Erkenntnis die Fläche des erhöhten Platzes vor und die Aufgänge zur Kirche der Gemeinde gehören, sollen die Schäden bei diesem Objekt ausgebessert werden." Die Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Heimatpflege Karin Scheringer teilte mit, dass es bei der Pflege der Friedhofsanlage und bei dem Saubermachen des Pflasters vor dem Leichenhaus Schwierigkeiten gebe, denn viele der beschädigten Platten müssten durch neue ersetzt werden. Außerdem sei das Unkraut in den Fugen nur schwer zu bekämpfen. Darum schlage sie eine neue Pflasterung der zirka 150 Quadratmeter großen Fläche vor.

Hummel nahm diese beiden Anträge zur Kenntnis und versprach, diese Objekte mit dem Bauausschuss in Augenschein zu nehmen. Der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Dorfgemeinschaft Mendorf, Thomas Wolfsfellner, bedankte sich bei dem Bürgermeister und Gemeinderat für den Zuschuss zur Überdachung und Marktrat Semmler trug dem Rathauschef noch einige Punkte vor, die bei dem Vorgespräch zur Bürgerversammlung von den Bürgern angesprochen worden seien. So sollen im Ortsbereich bei den Straßen die gebrochenen Randsteine durch neue ersetzt werden. Die Einfahrt in den Feldweg gegenüber von Biber ist in einem schlechten Zustand und muss dem Straßenbauamt gemeldet werden.

Semmler teilte den Mendorfern auch mit, dass das Marterl mit dem Bild des Kirchenpatrons Sankt Leodegar, das nach dem Zweiten Weltkrieg von dem ehemaligen Jagdpächter Walter Mayer im Gemeindewald neben der Straße nach Bettbrunn aufgestellt worden war, durch die Gemeinde wieder restauriert wurde. Das Marterl steht neben dem Naturdenkmal, einer großen Eiche.

Semmler bat die Besucher auch, ihm mitzuteilen, wo Gräben gereinigt werden müssten und wo die Hecken zu schneiden sind. Dann wird er die Meldungen gesammelt an die Gemeinde weitergeben. Am Schluss der sachlich geführten Diskussion dankte der Bürgermeister dem örtlichen Marktrat für die gute Zusammenarbeit, der Gemeindebotin Annemarie Wierl für ihren Dienst und den Vereinen für ihre Arbeit zum Wohle des Dorfes. Semmler schloss sich diesem Dank an und stellte besonders die Arbeit des Vereins für Garten- und Heimatpflege für den Einsatz am Friedhof und die Pflege der Grünanlagen in Mendorf heraus. Sein Dank ging auch an Bürgermeister Hummel und an die Arbeiter des Bauhofes für die geleistete Arbeit in und um Mendorf und an die Vereine und Personen, die sich beim "Tag der Umwelt" so zahlreich beteiligten und sich das ganze Jahr über ehrenamtlich für das Wohl der Dorfgemeinschaft engagieren.