Bester bei der Gesellenprüfung der Zimmerer: Seniorchef Gerhard Halbritter gratulierte Florian Mayer..
Bester bei der Gesellenprüfung der Zimmerer: Seniorchef Gerhard Halbritter gratulierte Florian Mayer.
Jura-Holzbau
Jachenhausen
Bei der Freisprechungsfeier der Baugewerbe-Innung Ingolstadt-Pfaffenhofen wurde er mit einer Auszeichnung geehrt. Das teilte das Unternehmen mit.

Mayer erlernte den Beruf des Zimmerers bei der Firma Jura-Holzbau. Der junge Mann aus Ried entwickelte diesen Wunsch bereits als 15-Jähriger. "Die Leidenschaft für das Holz sowie den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen besteht schon seit meiner Kindheit", sagte Mayer. Sein Vater sei bereits seit mehr als 30 Jahren für Jura-Holzbau tätig. "Da lag es nahe, dass ich auch das Zimmerer-Handwerk lerne."

Mayer war in dem Unternehmen als Ferienjobber tätig. Dabei entging den Unternehmern Stefanie Hierl-Halbritter und Christian Hierl sein Ehrgeiz nicht. Als sich der Abiturient dann um eine Duale Ausbildung bewarb, standen ihm die Türen offen. Mayer bestand die theoretische und praktische Prüfung mit einer Durchschnittsnote von 1,0 und überbot damit die Innungsbesten. Dabei musste er in den mehr als zehn Stunden Prüfungszeit sowohl in der Theorie als auch in der Praxis ein gewaltiges Pensum leisten. Er fertigte unter anderem zunächst die Zeichnung für den Bau eines Dachstuhls an. Anschließend zimmerte er ein Stück nach seinen maßen. Das ergebnis überzeugte die Prüfer.

Das hervorragende Ergebnis sei zugleich ein "Zeugnis der guten Ausbildung" im Hause, teilte die Unternehmerfamilie mit. Mayer hatte die Möglichkeit, in dem 1978 gegründeten Betrieb eine abwechslungsreiche Lehre zu absolvieren. Der Schwerpunkt liegt auf dem Bau von ökologischen Holzhäusern sowie Dachkonstruktionen mit Nagelplattenbindern. Aber auch Anbauten und Aufstockungen zählen zum Tätigkeitsbereich. Die derzeit beschäftigten 30 Facharbeiter und vier Auszubildenden sind abwechselnd in der Produktion und auf der Baustellen-Montage tätig. Der Aufbau der Holzhäuser gefiel dem inzwischen 21-Jährigen am besten: "Wenn am Ende des Tages ein ganzes Holzhaus montiert ist und die Bauherren dann glücklich hindurchgehen, dann sieht man, was man geleistet hat."

Florian Mayer ist jetzt Zimmerer-Geselle, aber das Lernen ist für ihn natürlich noch nicht beendet. Wohin und für was er sich nach seinem Dualen Studium Engineering für Holzbau und Ausbau an der Hochschule in Rosenheim entscheidet, ist noch nicht klar. Die Geschäftsführerin Stefanie Hierl-Halbritter hofft aber, dass Mayer nach seinem Studium auch als Ingenieur in Jachenhausen tätig sein wird.