Haunstetten: Der Wald im Zeichen des Klimawandels
Knapp 50 interessierte Waldbauern haben an der Waldbegehung mit Andreas Jakob vom Forstrevier Kinding und Johann Stadler von der FBG Eichstätt teilgenommen. - Foto: Huber
Haunstetten

Zum Thema "Der Wald im Zeichen des Klimawandels" standen Andreas Jakob vom Forstrevier Kinding und Johann Stadler von der FBG Eichstätt knapp 50 interessierten Waldbauern mit Ratschlägen und Empfehlungen zur Seite. Die Waldbegehung hatte Herbert Kluy, Ortsobmann der FBG Eichstätt, für die Haunstettner Waldbauern organisiert.

Zunächst wurde der überaus heftige Käferbefall in Fichtenmonokulturen in den vergangenen Jahren besprochen. Aus "Kalamitäten" seien mittlerweile große Brachflächen in den Wäldern entstanden, die dringend aufgeforstet werden müssten, bevor die Verunkrautung Überhand nimmt, so die Fachleute.

Dabei sollte der Laubholzanteil (mit zum Beispiel Eiche, Buche, Ahorn, Linde, inklusive Tanne) bei 60 Prozent liegen. 40 Prozent können Nadelbäume wie Fichte, Lärche und Douglasie sein.

Trotz der Käfer- und Trockenschädenproblematik wurde die Fichte 2017 als Baum des Jahres ausgezeichnet. Es darf auf guten Böden auch weiterhin auf die Fichte gesetzt werden, wie zu erfahren war.

Im Wald sei es besonders wichtig, vorausschauend zu handeln. Bereits in Auflichtungen sollte die Naturverjüngung vorangetrieben beziehungsweise mit einer Unterpflanzung begonnen werden. Für schlechte Böden wurden Topf- oder Ballenpflanzen empfohlen. Nicht vergessen sollte man auch Schutzmaßnahmen gegen Verbiss- und Fegeschäden, besonders bei Lärche und Douglasie, war man sich einig.

Johann Stadler gab den Anwesenden bei seinem Vortrag einen Überblick über den Holzmarkt, der durch Käferholz und Sturmschäden momentan stark belastet werde. Er machte den Waldbauern allerdings trotzdem Mut und Hoffnung, dass die Preise für Frischholz noch annähernd stabil gehalten werden können.