Hagenhill: Ein Knopf für den Notfall
Beim Lea-Kurs in Hagenhill stellen Mitarbeiter des Roten Kreuzes den Hausnotruf vor. - Foto: Ammer
Hagenhill

"Oft leben ältere Menschen alleine im Haus", sagte die Kursleiterin Marianne Schreiner zu den Beweggründen, warum der Hausnotruf des Roten Kreuzes in dieser Runde unter anderem vorgestellt wird. Doch auch Ehepaare würden das Angebot nutzen, fügt Referentin Marija Lukac hinzu.

Das Gerät wird an das normale Festnetztelefon angeschlossen. Der Nutzer bekommt zusätzlich einen Knopf, den er entweder an einem Band um den Hals oder um das Handgelenk tragen kann. Drückt er auf diesen roten Knopf, wird ein Alarm ausgelöst. Marija Lukac hat ein Gerät mitgebracht und jeder Zuhörer darf einmal auf den Knopf drücken. Über eine Freisprecheinrichtung im Apparat meldet sich auch prompt ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes. 80 bis 100 Meter ist die Reichweite des Apparates, je nach Dicke der Wände.

In diesem Fall gibt Marija Lukac ihrem Kollegen direkt Entwarnung. "Wenn Sie mal aus Versehen auf den Knopf kommen, schimpft keiner", versichert sie. Vorausgesetzt, man gibt gleich Entwarnung. Doch braucht jemand wirklich Hilfe, weil er beispielsweise gestürzt ist und nicht mehr aufstehen kann, kümmert sich der Helfer am anderen Ende der Leitung darum. So weiß er, zu welcher Person der entsprechende Notfallknopf gehört. Auf seinem Computer geht das entsprechende Fenster auf mit Name, Anschrift, Hausarzt, weiteren Informationen und den Kontaktpersonen. Je nach Lage schickt er den Rettungsdienst, verständigt die Helfer vor Ort oder die entsprechenden Kontaktpersonen, vorbeizuschauen. Auch, wenn sich niemand am anderen Ende meldet, der Knopf aber gedrückt wurde.

Damit die Helfer das Haus betreten können, gibt es zwei Möglichkeiten, wie Marija Lukac schildert: Der Schlüssel wird auf dem Grundstück versteckt hinterlegt - oder er kommt in ein Schlüsseldepot, zum Beispiel bei den Helfern vor Ort Altmannstein. Darauf steht natürlich keine Adresse, sondern nur eine Kundennummer, die die Mitarbeiter des Roten Kreuzes zuordnen können. Auf diese Weise weiß auch ein möglicher Einbrecher nicht, zu welchem Haus der Schlüssel gehört, den er erbeutet hat. Sieben solche Schlüsseldepots gibt es im Landkreis Eichstätt, unter anderem in Altmannstein und Kösching.

Interessiert waren die Teilnehmer natürlich an den Kosten für diesen Hausnotruf des Roten Kreuzes. Marija Lukac antwortete, dass der Anschluss einmalig 25 Euro koste, dazu kommen monatlich je nach Tarif 18,36 oder 35 Euro. Allerdings werde der günstigere Tarif bei einer Pflegestufe ganz gezahlt. Interessierte können sich hier beim Roten Kreuz weiter informieren.

 

Nicht nur in Hagenhill, sondern auch in anderen Ortsteilen der Gemeinde Altmannstein will der Verein Würde im Alter die LEA-Kurse anbieten. Kostenlose Informationsveranstaltungen dazu finden am heutigen Donnerstag im Bürgersaal des Rathauses in Altmannstein sowie am 22. Februar im Gasthaus Bacherl in Pondorf statt. Beginn ist jeweils um 15 Uhr.