Der Markt Altmannstein möchte auf einem 13 000 Quadratmeter großen Gelände, das der Gemeinde gehört, ein Limesmodell im Maßstab 1 : 3 errichten. Diese Modell soll sechs Wachtürme, zwei Kastelle sowie Mauern, Zäune und Gräben umfassen. Informationstafeln sollen über den gesamten Limesverlauf, über die sechs Limesgemeinden des Landkreises Eichstätt und über das Gebiet des Marktes Altmannstein aufklären und die Anlage erläutern.

Darüber hinaus ist vorgesehen, einen Limes-Schlaufenwanderweg auszuschildern, weil der örtliche Wanderweg und der Limeswanderweg an das Gelände anschließen. Der Limesverlauf und Reste der römischen Grenzanlage sind in diesem Bereich deutlich sichtbar. Der Limes-Radwanderweg ist vom Gelände etwa 500 Meter entfernt und soll ebenfalls angebunden werden.

Die Gesamtkosten für die Maßnahme werden von der Gemeinde auf 250 000 Euro geschätzt. Der Baubeginn soll im zweiten Halbjahr 2009 sein, mit dem Abschluss wird Ende nächsten Jahres gerechnet.

Der Kreisausschuss bewilligte der Gemeinde die Übernahme von pauschal 25 000 Euro, als zehn Prozent der Kosten. Im Ausschuss kam von Anton Haunsberger (FW) die kritische Frage auf, ob man nun mit einer Flut von Folgeanträgen rechnen müsse. Der Limes gehe schließlich quer durch den Landkreis Eichstätt. Seine Kollegin, die Kindinger Bürgermeisterin Rita Böhm, konnte da beruhigen: Es sei gar nicht einfach, für solche Projekte eine Genehmigung des Landesamtes für Denkmalpflege zu bekommen. Es würden also nur einige wenige touristische Maßnahmen entlang des Limes möglich sein, konkret seien drei bis vier Vorhaben in Planung.

Diese aber sollte der Landkreis dann auch fördern. Zum Vergleich führte sie den Regierungsbezirk Mittelfranken an: Dort beteilige sich der Bezirk ganz stark an solchen Maßnahmen, in Oberbayern sei das nicht der Fall. Kreiskämmerer Werner Klein meinte schließlich, der Landkreis habe die künftigen touristischen Limes-projekte bereits vorsorglich in seine Finanzplanung aufgenommen.

25 000 Euro bekommt auch der Markt Dollnstein für die Sanierung der Burganlage, die derzeit stattfindet. Die veranschlagten Baukosten von 2,19 Millionen Euro werden nach neuesten Berechnungen auf 2,74 Millionen Euro steigen. Der Kreisausschuss stimmte dem Zuschussantrag wie gewünscht zu. Die Burganlage sei ein Baudenkmal von hervorragender denkmalpflegerischer Bedeutung. Die Sanierungskosten lägen weit über dem wirtschaftlichen Wert der Gebäude. Auch die geplante touristische Nutzung als Informationsstelle sei im Sinne des gesamten Landkreises.