Gedränge in der Gaststube
Otterzhofen (DK) Bei der Bürgerversammlung am Donnerstag in Otterzhofen hat in der Gaststube Gedränge geherrscht. Bürgermeister Michael Schneider (CSU) zeigte sich überrascht über die seiner Meinung nach bestbesuchte Bürgerversammlung in dem Riedenburger Ortsteil.

Bürgerversammlung in Otterzhofen: In dem Riedenburger Ortsteil herrschte reger Andrang. Bürgermeister Michael Schneider (im Hintergrund) musste viele Fragen beantworten. - Foto: Max Schels
Schneider ging natürlich auch auf das für Otterzhofen geplante DSL-Projekt ein. So solle mit einer Funklösung, welche die Firma Vodafone realisieren werde, eine ausreichend hohe Datenmenge erreicht werden. Der Bürgermeister wies außerdem auf die Schotterung von Flurbereinigungswegen hin. Auch die Doline in Richtung Albertshofen wurde bei einer Begehung mit den Mitarbeitern des Wasserwirtschaftsamts besichtigt, und Schneider zeigte sich zuversichtlich, dass bereits Planungen angestellt werden, um diese dauerhaft zu sichern. Das werde leider nicht billig, bedauerte Schneider. Er hoffe aber, dass es Zuschüsse gibt.
In seinem Streifzug durch die Stadtratspolitik sowie seinem Blick auf die niedrige Pro-Kopf-Verschuldung meinte Schneider, dass sich die vorsichtige Finanzpolitik gelohnt hätte, – obwohl er dafür oft belächelt wurde. Bei der Diskussion meldete sich Josef Meyer und fragte, ob denn die geplante DSL-Funklösung zukunftsfähig sei. Schneider meinte, dass man das nicht genau wisse. Der Bürgermeister verwies aber auf die vielen Symposien, die er zu diesem Thema besucht habe. Angesichts der dort gewonnenen Erkenntnisse sei er zuversichtlich, dass das System zukunftsfähig sei.
Die nahe Jachenhausen geplante Windkraftanlage beschäftigt auch in Otterzhofen viele Bürger. Schneider meinte, dass der Rotor wahrscheinlich in der Gemarkung Jachenhausen stehen werde, und das Anschlusskabel unter Umständen nach Haidhof verlegt werden müsse. Schneider betonte aber, dass bezüglich dieses Projektes nur eine Voranfrage existiere.
Eine Mitbürgerin fragte den Bürgermeister, ob sich denn die Stadt in der Standortfrage für die FOS/BOS für Kelheim einsetzen würde. Denn die Schüler seien von Jachenhausen nach Abensberg mehr als zwei Stunden unterwegs. Schneider antwortete, dass die Stadtverwaltung auf die Standortfrage keinen Einfluss habe. Dies werde entweder vom Kreistag oder vom Bildungsministerium entschieden.
Der Ortssprecher Josef Schöberl bemängelte den von ihm angeregten Austausch des Sandes auf dem Spielplatz. Leider, so Schöberl, wäre nur neuer Sand auf den verschmutzten geschüttet worden. Schneider versprach, sich darum zu kümmern. Er freute sich, dass Otterzhofen so einen rührigen Ortssprecher hat. Schließlich, seien hier schon zwei Ortssprecher verschlissen worden. Schöberl entgegnete: "Ich halte schon noch ein bisserl her."
Von Max Schels
Kommentare
Nicht auszudenken, wie sich verschmutzter Sand auf die Gesundheit unserer zarten Kleinen auswirken könnte. Haben die Verantwortlichen nicht eine Epidemie riskiert, die ganz Otterzhofen dahinraffen könnte?
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