29 Kinder haben bei der Ferienaktion des Imkervereins Essing teilgenommen.
29 Kinder haben bei der Ferienaktion des Imkervereins Essing teilgenommen. Darüber freuten sich die Vorsitzende Laura Cojocaru (von links), Susann Klameth, Thomas Klameth, Theresa Waldhier, Markus Waldhier, Vize-Vorsitzender Roland Sauer und Georg Reithmeier.
Schmailzl
Essing
29 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren wurden bei herrlichem Sommerwetter von den Mitglieder des Imkervereins mit ihrer Vorsitzenden Laura Cojocaru empfangen. Georg Reithmeier, der den Plodek-Garten mit dem großen Bienenhaus betreut, sagte: „Seit zwei Wochen habe ich die Bienen auf den Besuch vorbereitet und gut zugefüttert, damit sie brav sind.“ Tatsächlich wurde kein Kind gestochen.

„Schön, dass ihr zu dieser spannenden Ferienveranstaltung von den Imkern gekommen seid“, begrüßte Cojocaru die Teilnehmer. Auf der weitläufigen Bergwiese versammelte sie die jungen Bienenfreunde um sich. Anhand eines Frage- und Antwortspieles vermittelte sie kindgerechtes Wissen über die Bienen. Theresa Waldhier half beim Austeilen der Quizblätter. Drei Arten von Bienen in einem Bienenstock waren zu unterscheiden: Bienenkönigin, Arbeiterin und Drohne. Cojocaru wandte sich an die Kinder: „Jetzt erzählt mir mal, was ihr schon alles von den Bienen wisst?“ Antwort von Sabine: „Bienen stechen nur, wenn sie Angst haben.“ Dazu Cojocaru: „Man muss sich ganz langsam bewegen, damit die Biene nicht erschrickt.“ Spezialfragen lauteten etwa: „Was passiert, wenn es zwei Bienenköniginnen gibt?“ Einige Kinder wussten bereits, dass sich die Bienen dann in zwei Völker teilen, weil ein Bienenvolk nur eine Bienenkönigin braucht. Markus Waldhier vom Imkerverein bemerkte, dass sich unter einem Apfelbaum ein Bienenschwarm formierte. Ein neues Bienenvolk war geboren. Am Nachmittag fing es Georg Reithmeier ein.

Auf dem Quizblatt konnten die wissbegierigen Jungimker erraten, was die Aufgaben der Honigbienen sind: Bienenstock putzen, Jungmaden füttern, Nektar sammeln, Pollen verschließen, Waben bauen, Stock bewachen. Anschließend lernten die Kinder die verschiedenen Arten des Honigs je nach Jahreszeit kennen. Cojocaru lobte die Kinder: „Ihr wisst aber ganz schön viel.“ Dann hielt die Vorsitzende einen viereckigen Begattungskasten mit durchsichtigen Scheiben und forderte die Kinder auf, die Bienenkönigin zu suchen. Alle Kinder suchten und fanden die Königin, denn sie ist viel größer als die Arbeiterbienen. Als Belohnung erhielt jedes Kind ein Probierglas mit selbst gefülltem Honig. Dazu gingen die Kinder gruppenweise ins Bienenhaus, um dort den Honig zu schleudern und in ihre Honiggläschen zu füllen. Georg Reithmeier achtete darauf, dass wirklich jedes Kind an der Kurbel zum Schleudern des Honigs drehen konnte. Mithilfe der Imker Georg Reithmeier und Markus Waldhier befüllten die Kinder ihre Honiggläser mit dem gesunden Honig.

Weiter weg vom Bienenhaus hatten inzwischen Angela Brey, Maria Reithmeier sowie der zweite Vorsitzende, Roland Sauer, einen Brotzeitstand aufgebaut. Sie bestrichen schnell frisches Brot mit Butter und Honig. Die Kinder probierten vier Honigsorten: cremigen Blütenhonig, Waldhonig, Himbeer- und Orangenhonig. Die selbst gemachte Zitronenlimonade von Maria Reithmeier passte gut dazu, weil statt Zucker Honig die Limo versüßte. Nach dem Waldhonig schmeckte den Kindern der Himbeerhonig am besten. Wussten sie doch vom Quiz her, dass Bienen blütenstet sind. Deshalb bevorzugen die Bienen im Frühjahr die Blüten von Weide, Raps, Apfel und Löwenzahn, im Sommer Distel, Sonnenblumen, Kamille und Ringelblume. Der Tannenhonig entsteht im Herbst, wenn die Bienen Heideblüten und Tannen besuchen.

Als Erinnerung verteilten Cojocaru und Reithmeier Urkunden für die Teilnahme an der Veranstaltung. Hier konnten die Kinder nachlesen, was sie an dem ereignisreichen Vormittag erlebt haben. Neben dem Wissen um die Zusammenhänge von Biene, Natur und Honig hatten die Kinder viel Spaß an der frischen Luft.