Deutliche Erhöhung der Friedhofsgebühren
Dietfurt (DK) Die Stadt Dietfurt plant eine deutliche Erhöhung der Friedhofsgebühren. So soll ein Familiengrab beispielsweise fast 50 Prozent mehr kosten als bisher. Der Stadtrat muss über die Erhöhung in seiner Dezember-Sitzung noch entscheiden.

Pflastern oder nicht? Das ist nur eine Frage, die bei der Umgestaltung des Dietfurter Friedhofs beantwortet werden muss. Unstrittig ist jedoch, dass die Wege saniert werden müssen. Gerade ältere Menschen hatten sich zuletzt häufig beschwert. - Foto: Meßner
Laut Stephan ist die Erhöhung unumgänglich, weil die Stadt seit Jahren mehr für den Friedhof aufwenden muss, als sie einnimmt. Und da es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass ein Friedhof kostendeckend sein muss, bleibt der Stadtverwaltung nichts anderes übrig, als die Gebühren zu erhöhen. Im Vergleich zu anderen Gemeinden seien die Gebühren in Dietfurt, Töging, Mühlbach und Zell sehr niedrig, sagte er. Derzeit kostet beispielsweise ein Familiengrab bei einer Laufzeit von 20 Jahren 564 Euro, jährlich also 28,20 Euro. Die neue Gebührenordnung sieht eine Steigerung von 276 Euro vor, also insgesamt 840 Euro. Das entspricht einer Erhöhung von knapp 49 Prozent.
Etwas moderater fällt die Steigerung bei einem Einzelgrab aus. 308 Euro kostet es derzeit für 15 Jahre. Ab 2010 sollen es knapp 17 Prozent mehr werden, genau 360 Euro.
Diese Erhöhung wird auf absehbare Zeit nicht die letzte bleiben. Da die Stadt eine Neugestaltung des Friedhofs plant und auch in die letzte Ruhestätte in Mühlbach jüngst investiert worden ist, werden die Kosten über kurz oder lang auf die Bürger umgelegt. Stephan wollte nach eigenen Angaben die ohnehin schon stattliche Gebührenerhöhung nicht noch größer werden lassen. Deshalb hat die Stadtverwaltung bei ihren Berechnungen die aktuellen Ausgaben noch nicht berücksichtigt. Das wird dann bei der nächsten Erhöhung in "voraussichtlich fünf bis sechs Jahren" der Fall sein, meinte Stephan. Im Stadtrat sprach sich nur Karl Böhm (FW) deutlich gegen die Erhöhung aus. Er plädierte für eine langsame Steigerung über mehrere Jahre.
Derzeit laufende Verträge werden von der "Neuanpassung", wie es heißt, nicht betroffen sein.
Von Markus MeßnerKommentare
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