Bekannt sei Denkendorf inzwischen durch die Windkraftanlagen und die Solarfelder. Doch habe die Gemeinde mehr zu bieten, so Forster.

Dies wurde deutlich beim Besuch des Ingenieursbüros, das sich mit der Nutzung von Pflanzenölen als Kraftstoff beschäftigt. Das junge Ingenieursteam um Geschäftsführer Stefan Innerhofer fokussiert seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf die Nutzung alternativer Kraftstoffe in modernen Verbrennungsmotoren. Mentor Thomas Kaiser sieht sich als Schüler von Ludwig Elsbett in der Verantwortung, die Verwendung von fossilen Brennstoffen in landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen durch den Einsatz von Pflanzenölen zu ersetzen. Eine Beimischung von Pflanzenölen, die sich ja als nicht praktikabel erwies, lehnt auch er ab.

„Die Landwirte könnten ihre im Eigenanbau geernteten Saaten als Betriebsmittel selbst nutzen“, erläuterte er den Mehrwert der Zielgruppe. Große Landmaschinenhersteller wie John Deere und Deutz hätten die Chancen erkannt und ihre Maschinen als Forschungsobjekte zur Verfügung gestellt. Mit der Common-Rail Einspritztechnik sei es inzwischen möglich, den spezifischen Anforderungen der verschiedenen Pflanzenöle gerecht zu werden, ohne dass der Dieselmotor Schaden nehme, erläutert Geschäftsführer Innerhofer den interessierten Bürgermeistern. Dabei hielt er eine Flasche „Juraps-Öl“ in der Hand, hergestellt in der Ölmühle Mühlhausen bei Berching. Eng arbeiten die Denkendorfer Ingenieure mit Juraps zusammen, sagte Josef Schneider, Geschäftsführer der Juraps GmbH und Mitglied des Regionalbeirats Altmühl-Jura.

Auch er sieht sich in der Verantwortung, mit der Nutzung von Pflanzenöl einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und Schonung der Ressourcen zu leisten. „Juraps“ beispielsweise sei CO2-neutral und trage somit auch zur Verringerung des Treibhauseffektes bei, ergänzte er seine Ausführungen.

Am Ende zeigte Innerhofer, dass die Technik auch funktioniert: Der Motor des bereitgestellten Traktors sprang an, als Bürgermeisterin Claudia Forster persönlich die Zündung aktivierte.