Der Heilige zählt zu den meistverehrten Heiligen. Der Legende nach war er Hauptmann am kaiserlichen Hof Diokletians in Rom. Wegen seines Glaubens wurde er zu Tode gepeitscht. Der heilige Sebastian ist unter anderem Patron der Bürstenmacher, Sportler, Bogenschützen, Soldaten, Bürstenbinder und Leichenträger. Er ist auch der Patron zahlreicher Gotteshäuser, so auch der Wallfahrtskirche St. Sebastian, die auf einem Felsen hoch über dem Tal der Bachhaupter Laber steht.

Das schmucke Wallfahrtskirchlein wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts erbaut und im Jahr 1401 eingeweiht. Von Graf Ferdinand Lorenz Franz Xaver von Tilly in den Jahren 1702 bis 1708 vergrößert, wurde St. Sebastian 1720 zugleich mit der Pfarrkirche wieder geweiht. Von 2009 bis zum Juli 2011 wurde die Kirche einer umfangreichen Außen- und Innenrenovierung unterzogen.

Eine ganze Woche lang wird täglich um 8.15 Uhr in der Wallfahrtskirche die Eucharistie gefeiert. Am Nachmittag um 16 Uhr treffen sich die Gläubigen in dem Gotteshaus, um miteinander den Rosenkranz zu beten. Die Sebastianwoche beginnt am Sonntag um 10 Uhr mit dem Pfarrgottesdienst. Pfarrer Jacek Machura wird den Gläubigen die Reliquie des Heiligen auflegen. Der Festtag des Heiligen ist Samstag, 20. Januar. Es ist ebenfalls seit Jahren Brauch in Breitenbrunn, dass sich die Menschen an diesem Tag nach dem Kirchgang im Wirtshaus treffen, um einen geistlichen Impuls für das neue Jahr zu bekommen. Dazu kommt heuer der Dekan des Dekanats Habsberg, Elmar Spöttle zu Besuch.

Der Geistliche ist auch Wallfahrtsrektor auf dem Habsberg bei Velburg und geistlicher Leiter des dortigen Diözesanjugendhauses. Im Jahr 2017 jährte es sich zum 100. Mal, dass Maria den drei Hirtenkindern von Fatima erschienen ist. Darauf geht Dekan Spöttle in seinem Vortrag ein.