Da Gut Schwaben nur wenige Kilometer vom Altmannsteiner Gemeindegebiet entfernt liegt, musste sich am Dienstagabend der Marktrat mit der geplanten Investition der Firma Bavaria Ei in der Nachbarkommune beschäftigen. Konkret ging es um die Nutzung der Straße und mögliche Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung.

Wie Bürgermeister Norbert Hummel (CSU) berichtete, wolle der Investor zwei weitere Stallungen für jeweils etwa 35 000 Tiere plus die dazugehörigen Freiflächen errichten. Der bestehende Stall solle erweitert werden. Die Bodenhaltung werde aber geschlossen, alle Hühner sollen künftig in Freilandhaltung Eier legen. Das Unternehmen habe die Investitionsentscheidung mit der "enormen Steigerung der Nachfrage nach Eiern aus Freilandhaltung" begründet, erläuterte Hummel.

Ein Altmannsteiner Trinkwasserbrunnen befindet sich etwa sechs Kilometer entfernt von Gut Schwaben. Nach Hummels Worten verlaufen die unterirdischen Wasserströmungen von Westen nach Osten. Gut Schwaben liegt aber nordöstlich von Laimerstadt. Der Marktrat billigte das Vorhaben unter der Auflage, dass die Trinkwasserversorgung nicht beeinträchtigt und auf der Straße von Laimerstadt nach Gut Schwaben kein durch den Hühnerstall verursachter Verkehr abgewickelt werden dürfe.

Der Investor Franz-Josef Kohl sieht hier keine Probleme. Der Verkehr müsse ohnehin in Richtung Kelheim abgewickelt werden, sagte er auf Nachfrage. Der Bau der beiden 100 Mal 35 Meter großen Ställe solle im kommenden Jahr beginnen. Derzeit legen die Hühner in Gut Schwaben täglich 80 000 bis 85 000 Eier, teilte Kohl mit. Diese würden überwiegend in Supermärkten verkauft. Der von den Hennen erzeugte Trockenmist sei ein hochwertiger Dünger, der an Ackerbaubetriebe verkauft werde. Dank eines Luftwäschers werde es kein Geruchsproblem geben, so Kohl.