Vogelnistkästen bastelten 20 Kinder bei der letzten Veranstaltung des diesjährigen Ferienprogramms. Otto Grams erzählte ihnen nebenbei Wissenswertes über Vögel.
Ammer, Isabel, Riedenburg
Altmannstein

„Ich bin total zufrieden – und die Hauptsache ist ja, dass nichts passiert ist“, freut sich Besl über das gelungene Sommerprogramm. Es sei vielseitig und wunderschön gewesen: mit sportlichen Veranstaltungen ebenso wie kulturellen und geschichtlichen Themen, Bastelarbeiten, Tieren und vielem mehr. „Es hat mich gefreut, dieses bunte Programm ein bisschen zu begleiten.“

Danken will Jutta Besl den vielen Organisatoren von Veranstaltungen, schließlich sei es ja doch ein Aufwand, die nötigen Betreuer zu finden, sich Gedanken zu machen und Materialien oder Stationen zu organisieren. Doch aus eigener Erfahrung weiß sie: „Es ist auch jedes Mal eine Freude und eine Bereicherung, wenn man merkt, wie viel Spaß es den Kindern macht.“ Jutta Besl hat selbst in diesem Jahr die Limes-Wanderung organisiert, die sie im kommenden Jahr fortsetzen will.

Auch die Resonanz auf die einzelnen Programmpunkte sei groß gewesen. Natürlich gebe es die großen Veranstaltungen wie den Tatüta-Tag der Feuerwehr Sandersdorf oder den Ausflug in den Wald mit dem Jägerverein Schambachtal, die jedes Jahr um die 50 Kinder anlocken. Doch auch die meisten kleineren Veranstaltungen, bei denen aus Platz- und Organisationsgründen nicht unbegrenzt viele Kinder mitmachen können, seien größtenteils ausgebucht gewesen. Einzig das Teenie-Workout des Kreisjugendrings konnte wegen mangelnder Anmeldungen nicht stattfinden. Aber Jutta Besl weiß, dass die Jugendlichen nicht so leicht anzusprechen seien, die Erfahrung habe auch der Trainer schon öfter gemacht. Spontan noch einmal veranstaltet wurde das Marmeladekochen im Hagenhiller Pausenhof. Nachdem Organisatorin Kathi Weber den Andrang und die Freude der Kinder gesehen hatte, setzte sie gleich noch einen zweiten Termin dafür an. Auch der Eselnachmittag in Pondorf fand gleich zweimal statt, damit noch mehr Kinder mit den Graurücken kuscheln konnten.

Die Resonanz von Kindern, Eltern und Veranstaltern, die an sie herangetragen wurde, war in jedem Fall höchst positiv. Die Kinder kennen sich untereinander oder würden sich bei den Aktivitäten kennenlernen. Der Spaß ist groß. Gerade auch dann, wenn es von Jahr zu Jahr ein bisschen Abwechslung bei den Programmpunkten gibt.

Was im nächsten Jahr in jedem Fall wieder so laufen wird, ist die Online-Anmeldung zum Ferienprogramm, weiß Jutta Besl, sie ist die Jugendbeauftragte der Marktgemeinde, schon jetzt. Das sei eine wirklich gute und wichtige Neuerung gewesen.

Fleißig und eifrig basteln die Kinder an ihren Vogelhäuschen.
Ammer
Altmannstein

Das Ferienprogramm klang mit dem Basteln von Vogelnistkästen aus. Der Siedlerbund Sandersdorf unter Leitung von Claudia Köstler ist seit zehn Jahren beim Ferienprogramm mit dabei. Heuer sogar mit zwei Veranstaltungen. Otto Grams zeigte den 20 interessierten Kindern, wie sie den Nistkasten am besten zusammenbauen. Er und Josef Multerer hatten die Einzelteile zuvor gekauft und schon einmal vorgebohrt, sodass die Kinder keine Probleme hatten, die Stellen zu finden, an denen Nägel in das Holz geschlagen werden mussten. Dabei stellten sich alle so geschickt an, dass Grams keines seiner mitgebrachten Pflaster auf verletzte Finger kleben musste.

„Basteln geht immer sehr gut“, sagt Claudia Köstler über die Beteiligung am Ferienprogramm des Siedlerbunds. So haben sie in den vergangenen Jahren auch schon Fledermauskästen und Insektenhotels mit den Kindern gefertigt.

Während die Kinder ihr Häuschen noch mit Schmirgelpapier glätten, erzählt ihnen Otto Grams Wissenswertes über die Gäste, die hoffentlich in die Nistkästen einziehen werden. So erfahren die Kinder, dass die Häuschen in erster Linie für Meisen geeignet sind. Und Grams zeigt noch ein ganz besonderes Nest, das er aus seinem Garten mitgebracht hat – das von einem Zaunkönig.