„Erfolgreich planen für kommunale Bürgerwindkraft“ war das Motto eines Fachgesprächs im Stockerhof. Dabei wurde von verschiedenen Referenten beklagt, dass die Gründungen von Energiegenossenschaften zurückgehen. Die Gründe dafür wurden auch genannt.

Mich erstaunt nicht, dass bei solchen Veranstaltungen immer nur die Planer, die Genehmigungsbehörden und die Investoren eingeladen sind und nie – wenigstens habe ich noch nie solches gelesen – auch Anlieger von Windkraftanlagen (WKA) zu ihren Erfahrungen befragt wurden. Wir in Göbelsbach, die wir massiv unter der Anwesenheit der 200 Meter hohen WKA zu leiden haben, können gut verstehen, dass sich immer mehr Menschen von der Windkraft abwenden, nachdem sie sich ernsthaft über die Probleme durch Schall- und Infraschallemissionen informiert haben.

Wir haben vor Kurzem im Auftrag und Namen der Anlieger der WKA Englmannsberg einen Antrag auf Reduzierung der Umdrehungen in der Nacht und Abschalten der Blinklichter beim bayerischen Staatsministerium für Umweltschutz und Verbrauchersicherheit gestellt, damit wir wieder ruhig schlafen können. Eine für uns positive Antwort steht leider noch aus.

Ich kann nur all jenen empfehlen, die an eine Investition in diesem Bereich denken, sich noch genauer mit den vorhandenen Windrad-Problemen auseinanderzusetzen, um nicht einen finanziellen Reinfall zu erleben. In Hessen wird gerade von renommierten Rechtswissenschaftlern eine Verfassungsklage gegen den rücksichtslosen Ausbau der Windkraftanlagen, ohne die Beachtung der Gesundheit von Anliegern, vorbereitet. Das Verfahren und Urteil des Bundesverfassungsgerichts wird von vielen mit Spannung erwartet. Ein 22-seitiges Positionspapier zu den von WKA ausgehenden Gesundheitsproblemen hat die Ärztevereinigung „Ärzte für Immissionsschutz“ unter Leitung von Professor Heyo Eckel herausgegeben.

Man muss sich also nicht wundern, wenn immer mehr informierte Menschen den ungezügelten Ausbau der WKA in Frage stellen.

Hans Huber

Weyern bei Göbelsbach