Eine Stadt kann auch in Schönheit sterben: Meiner Meinung nach wird über die Köpfe der Bevölkerung hinweg entschieden und die Dinge werden nicht so wahrgenommen, wie sie wirklich sind. Die Menschen fahren in die Innenstadt, weil sie Besorgungen zu erledigen haben und nicht weil sie einfach mal mitten durch die Stadt fahren wollen.

Am Dienstag, wenn Wochenmarkt ist, ist das Parkhaus Zentrum am Vormittag schon voll belegt, und dann? Die Parkplatzsituation ist jetzt schon angespannt, trotz zweier Parkhäuser. Letzten Montag konnte man doch sehen was passiert, wenn der Durchgangsverkehr zum Hauptplatz gesperrt wird: Es herrschte das totale Verkehrschaos in der Schulstraße, Kellerstraße und Poststraße. Warum wird nicht erst einfach damit angefangen, den kompletten unteren Hauptplatz in eine Fußgängerzone umzuwandeln (vom C&A-Gebäude bis zum Rathaus)? Dann hätte man eine Flaniermeile, aber die Einwohner und Besucher könnten den oberen Hauptplatz und die Ingolstädter Straße wie gewohnt nutzen.

Ich finde es auch dreist, die Bedenken der Geschäftsleute einfach zu ignorieren, denn die Gewerbesteuer wird auch dankend angenommen! Die Menschen mit ihren Pkw auszusperren und ihnen keine ausreichenden Möglichkeiten zu geben, ihr Auto zentrumsnah zu parken, wird fatal. Eine Stadt kann auch in Schönheit sterben.

Sandra Wechs

Pfaffenhofen

 

n Wider besseren Wissens: Nun ist es also passiert: der Stadtrat hat mit Mehrheit beschlossen, den Verkehr im Rahmen eines neuen Verkehrskonzepts aus der Innenstadt zu verbannen. Das ist für mich absolut kurzsichtig und geschäftsschädigend. Die meisten Geschäfte werden mit Umsatzeinbußen zu rechnen haben, weil die Kunden ausweichen und nicht umständlich in Parkhäusern parken werden.

Auch die Betreiber des Wochenmarktes haben mit weniger Kunden zu rechnen. Es gibt doch genügend Negativbeispiele, dass man es so nicht machen sollte. Das ist für mich pure Ignoranz. Hier will eine Gruppe von Stadträten einfach ihre Ideologien durchsetzen.

Und was sollen die zahlreichen Gottesdienstbesucher machen? Unter diesen befinden sich auch ältere Menschen, die zu Recht nicht nur bei Regen im Bereich der Stadtpfarrkirche parken möchten. Und ich bin froh, dass in dieser Stadt noch Leben herrscht, was durchaus dem Verkehr geschuldet ist. Abgesehen davon kann man das hierfür notwendige Geld sinnvoller für andere Dinge ausgeben. Seltsam, dass es noch viele schöne und kleine Gemeinden gibt, die diesen Unfug nicht mitmachen. Ich hoffe, dass nun viele Bürger wach geworden sind und sich gegen diesen massiven Eingriff in die Verkehrspolitik wehren.

Peter Offermanns

Pfaffenhofen