Rita Wallner hat ihren 90. Geburtstag gefeiert. Es gratulierten unter anderem stellvertretender Landrat Anton Westner (CSU, links) Bürgermeister Michael Franken (JWU, 3. von links) und Sohn Ferdinand (rechts).
Vogl
Reichertshofen/Fahlenbach

 

Ursprünglich stammt Rita Wallner aus Fahlenbach und ist eine gebürtige Hofmeir. Die gelernte Bilanzbuchhalterin hat während der Nachkriegsjahre in der Kunstmühle Hofmeir in Fahlenbach gearbeitet. Die Mühle war nach dem Krieg eine wichtige Anlaufstelle für Flüchtlinge und für die Bevölkerung, erinnert sich Rita Wallner.

In der Mühle hat sie im September 1949 ihren Mann Hans Wallner kennen gelernt. Dieser hatte dort eigentlich das Wasserwerk besichtigt. Danach ging alles ganz schnell, geheiratet wurde bereits 1950. Mit ihrem Hans hat Rita Wallner zugleich in das bekannte Reichertshofener Sägewerk eingeheiratet, an dessen Aufbau sie maßgeblich beteiligt war. „Sie war die Seele des Betriebes“, sagt stellvertretender Landrat Anton Westner (CSU).

Rita Wallner brachte sich aber nicht nur in das Sägewerk mit ein und zog drei Kinder groß – sie war auch im örtlichen Vereinsleben sehr aktiv. Die Jubilarin ist langjähriges Mitglied beim TSV Reichertshofen und beim Katholischen Frauenbund Reichertshofen. Bei den Reichertshofener Musikanten ist sie sogar Gründungsmitglied.

Heute lebt Rita Wallner bei ihrem Sohn Ferdinand. Ehemann Hans ist vor zwölf Jahren gestorben. Aus dem Sägewerk wurde 2008 eine Holzhandlung, die immer noch in Familienbetrieb ist und von Sohn Ferdinand geführt wird. Die rüstige Jubilarin macht täglich Sport, geht regelmäßig zum TSV zum Turnen und ist bei schönem Wetter täglich beim Schwimmen am Heideweiher anzutreffen. Auch Radfahren und Walken mag sie gerne.

Sie liest außerdem gleich zwei Lokalzeitungen – den Donaukurier und den Pfaffenhofener Kurier, letzteren vor allem wegen den Nachrichten aus ihrer Heimat Fahlenbach. Auch der Glaube ist sehr wichtig für Rita Wallner. Sie geht fleißig in die Kirche und zum Rosenkranz. „Ich danke meinem Herrgott jeden Tag, dass er es mir so gut gehen lässt“, sagt sie. Ihr Fazit eines langen und glücklichen Lebens: „Das Wort Frieden ist am wichtigsten – in der Familie und auf der ganzen Welt.“

Neben den drei Kindern und Schwiegerkindern gratulierten der Jubilarin auch sechs Enkel und vier Urenkel. Weitere Glückwünsche gab es von Pfarrer Karl Mayr, vom stellvertretenden Landrat Anton Westner (CSU) mit Frau Martina und von Bürgermeister Michael Franken (JWU). Von Seiten der Vereine gratulierte der Katholische Frauenbund Reichertshofen, und die Reichertshofener Musikanten brachten ihrem Gründungsmitglied gleich ein Ständchen.