Eine Fragestellerin hatte bereits vor der Versammlung zahlreiche Fragen rund um die Kläranlagen-Ertüchtigung eingereicht. Knackpunkt: Ist die Maßnahme wirklich unumgänglich und wer trägt die Kosten? Bürgermeister Franken antwortete, dass die Kläranlage Winden hinsichtlich der Qualitätsanforderungen tatsächlich zu ertüchtigen ist. Die Ertüchtigung von drei Kläranlagen in Winden, Hög und Ronnweg wäre dabei teurer als die Sanierung einer Kläranlage in Winden. Die Teichkläranlagen Hög und Ronnweg sollen gemäß dem Gemeinderatsbeschluss vom Dezember 2017 aufgelassen werden. Die Abwässer der Ortsteile Hög, Dörfl und Ronnweg sollen nach Winden geleitet werden. Die Kosten würden auf alle Ortsteile und die Gewebegebiete umgelegt. Derzeit sei die Höhe der Kosten noch nicht absehbar. Die notwendigen Maßnahmen werden voraussichtlich in einer Gemeinderatssitzung im Mai oder Juni vorgestellt.

Auch weitere Bürger stellten Nachfragen zur Kläranlage und rund ums Abwasser. Eine Bürgerin kritisierte, dass sie für die Verbesserung der Kläranlage Winden bereits zweimal Beiträge leisten musste. Bürgermeister Franken erläuterte, dass eine Ertüchtigung der Windener Kläranlage aufgrund gestiegener gesetzlicher Anforderungen notwendig ist. Unter anderem seien eine Phospatfällung und eine Nitrifikation notwendig, erläuterte er.

Weiterhin wurden von den Bürgern noch häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen bei der Gemeindeverbindungsstraße Winden-Reichertshofen und zwischen Agelsberg und Langenbruck gemeldet. Bürgermeister Franken schlug vor, an der Gemeindeverbindungsstraße das mobile Geschwindigkeitsmessgerät aufzustellen. Ein weiterer Bürger kritisierte Müllablagerungen am Parkplatz an der B 300. Er schlug eine Einzäunung vor. Bürgermeister Franken will die Missstände ans Staatliche Bauamt melden.

Sanierungsbedarf sah ein weiterer Bürger bei den Schlaglöchern auf dem Kirchenparkplatz in Langenbruck. Außerdem sei der Eingangsbereich der Kapelle in Winden sowie der Sargwagen in Langenbruck sanierungsbedürftig. Franken sicherte eine Überprüfung und Erledigung der Angelegenheiten zu.

Angeregt wurde auch die Schaffung eines Fußgängerüberwegs in Winden auf Höhe der Bushaltestelle, wofür sich Franken aufgeschlossen zeigte. Ein weiterer Bürger fragte, ob es nicht in jedem Ortsteil einen Defibrillator geben könnte. Franken sah eine Möglichkeit, auf dem Feuerwehrfahrzeug der Windener Wehr einen Defibrillator zu installieren.

Im Rahmen der Bürgerversammlung übergab der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Wolfgang Freudenberger außerdem eine Empfehlung unter Berufung auf einen Artikel der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern. Freudenberger empfahl, das jetzige Rathaus zu sanieren und den Standort beizubehalten. Stattdessen sollte die Paarhalle zu einer Kultur- und Bürgerhalle umgebaut werden. Am Unteren Markt wird eine Ansiedlung mit mehreren Wohneinheiten empfohlen. Diese sollten entweder im Erbbaurecht, Ansiedlungsmodell, Sozialen Wohnungsbau oder als Mehrgenerationenhaus geplant werden.

Die Erlöse davon sollten in die Rathaussanierung und Ertüchtigung der Paarhalle fließen. "Der durch die letzte Gemeinderatssitzung gefasste Beschluss, am Unteren Markt ein neues Rathaus zu bauen, stößt auf teilweise starke Kritik in der Bevölkerung", hieß es als Begründung in dem Schreiben. Die Empfehlung wird im Gemeinderat in der Sitzung am nächsten Dienstag behandelt, hieß es.