Der Weihnachtszauber in der Birkenheide.
Richard Lechermann
Birkenheide

Weil das Areal in der Birkenheide, die Stände, das Angebot und vor allem die vielen, vielen Lichter so zauberhaft sind, stürmten von Freitag bis Sonntag nach Angaben der Geisenfelder Polizei 16 000 Besucher den Weihnachtsmarkt. Organisator Eberhard Leichtfuß hatte im Vorfeld mit 5000 bis 7000 Gästen kalkuliert. "Wir haben uns im Vorfeld so viel Mühe gegeben, unser Bestes zu geben. Ich weiß aber auch, dass nicht alles super gelaufen ist." Leichtfuß verspricht: "Am kommenden Wochenende setzen wir noch mehr Busse ein, das Ein- und Aussteigen wird ebenso verbessert."

Autos parkten im absoluten Halteverbot in der Feuerwehranfahrtszone (die Geisenfelder Polizei hat 37 Autohalter angezeigt). Von Hartacker zur Birkenheide liefen Besucher nicht auf dem Radweg, sondern auf der Straße. Meist unbeleuchtet (nur wenige mit Taschenlampe oder Handy-Lampe), dunkel gekleidet und gerne auch nebeneinander. Dabei war diese Straße offiziell Zufahrt zur Birkenheide für Berechtigte. Der Polizeiinspektion Geisenfeld ist dies natürlich auch aufgefallen. "Für das kommende Wochenende gilt Tempo 10 auf dieser Straße", sagte gestern der Leiter der Geisenfelder Inspektion, Klement Kreitmeier. "Und wir zeigen verstärkte Präsenz." Auch die Straße Richtung Ilmendorf (für den Abfluss der Autos) war zugeparkt und wurde von Menschenmassen bevölkert. Kreitmeier: "Wir hätten nicht damit gerechnet, dass so viele Individualparker ihr Auto im Gewerbegebiet Ilmendorf abstellen und von dort zu Fuß zum Weihnachtsmarkt in die Birkenheide gehen." Eine Beleuchtung für die beiden dunklen Straßen wird es bis zum kommenden Wochenende nicht geben. Kreitmeier: "Auf die Schnelle lässt sich so etwas nicht aufbauen."

 

Mehr Parkplätze am kommenden Wochenende

Thema Parkplätze: Gut war das Angebot der drei Standorte Stadion FC Ingolstadt, Wasserskipark Nötting und Audi Münchsmünster. Aber mit dem Ansturm kamen die im 30-Minuten-Rhythmus fahrenden Shuttlebusse nicht zurecht. Leichtfuß: "Am nächsten Wochenende fahren zehn statt sieben Busse. In jeden dieser Gelenk-Niederflurbusse passen 160 Personen. Und ehe zu viele Menschen in die Birkenheide kommen, nehmen die Busfahrer an den drei Parkplätzen keine neuen Gäste mehr mit." Leichtfuß gibt zu: "Ich habe gerade am Sonntag zu spät erkannt, dass die Birkenheide keine Menschen mehr aufnehmen kann."

Winterzauber Birkenheide
Zurek, Magdalena, Geisenfeld
Birkenheide

Mit der Polizei und den Bürgermeistern aus Geisenfeld und Vohburg saß Leichtfuß gestern Vormittag an einem Tisch: "Zusammen wollen wir für das kommende Wochenende den Verkehr so führen, dass es für die Besucher und vor allem auch die Anwohner in Vohburg und Hartacker erträglich bleibt."

Hungrige und Durstige brauchten auch Geduld. Zweier- oder Dreierreihen an den Verpflegungsständen waren keine Seltenheit. Ramona Kuchler, zusammen mit ihrer Mutter Sandra Emontz für die Versorgung der Gäste zuständig, sagte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung: "Wir hatten schon mit vielen Besuchern gerechnet, waren dann aber doch überrascht vom Zuspruch. Für uns hat es trotzdem funktioniert. Ich glaube, dass man zehn Minuten Wartezeit schon in Kauf nehmen muss - bei 8000 Besuchern am Tag." Dennoch denken die Verantwortlichen nach, was man besser machen kann. Kuchler: "Fürs nächste Wochenende überlegen wir uns, wie wir es strukturierter machen können."

Wer dann aber eintauchte in die weihnachtliche Märchenwelt, fühlte sich schnell verzaubert. Farben, Klänge, Gerüche, Lichter - viel weihnachtlicher geht es kaum. Holzhütten, Eispalast, Kunstwerke, beleuchteter See, Sterne, Kugeln - ein Rundgang wirkte beruhigend. Nikolaus, Feen auf Stelzen und ein Kamel - wundervoll für Klein und auch für Groß. Auf ein Neues am kommenden Wochenende. Hoffentlich mit weniger Verkehrschaos als am Premierenwochenende. . .