Vohburg: Zwischen Bio-Eiern und Drohnen
Drohne im Anflug: Die Firma Media-Rocket faszinierte die Besucher mit ihren Flugvorführungen.
Vohburg

Für die Veranstalter waren die wenigen Besucher enttäuschend, denn es war gestern einiges geboten in Vohburg: Als Attraktion für Jung und Alt bot die Firma Media-Rocket beispielsweise Vorführungen mit akkubetriebenen Drohnen an. Schon vor zwei Wochen hatten die unbemannten Fluggeräte Vohburg bei herrlichem Sonnenschein von oben gefilmt, jetzt wurden die beeindruckenden Videos den Besuchern gezeigt. Die Mitarbeiter führten ihre größte Drohne vor, einen Octocopter mit einem Durchmesser von etwa einem Meter. Dieses Fluggerät kann theoretisch drei Kilometer hoch steigen und wird normalerweise für hochauflösende Luftbilder von Bauwerken, Wärmebilder, aber auch in der Landwirtschaft für GPS-Vermessung eingesetzt.

Die Verkehrswacht Pfaffenhofen beteiligte sich mit dem Programm „Mobil bleiben, aber sicher“, das sich hauptsächlich, aber nicht nur an Senioren richtet. An verschiedenen Simulatoren konnte man seine Reaktionszeit testen, wobei an einem der Geräte auch die Einflüsse von Alkohol simuliert werden konnte. Auch für Fahrradfahrer war ein eigener Simulator dabei. Für die Rast im Café-Zelt am Ulrich-Steinberger-Platz war es dagegen vielen Besuchern fast zu kalt, und auch die sportlichen Angebote wie Tischtennis, Zumba und Karate litten unter dem schlechten Wetter.

Für die Kinder gab es in der Stadtbibliothek „Alles für die Sinne“: Hören, Tasten und Riechen. Daneben waren noch eine Riesenrutsche und eine Kindereisenbahn aufgebaut. Auch der DONAUKURIER beteiligte sich mit Kinderschminken, einem Infostand, Würstlgrillen und einem Getränkeausschank am Vohburger Aktionstag.

Die Gruppe Fuchsburgzauber spielte über den Nachmittag verteilt einige Szenen aus den aktuellen Vohburger Stadtführungen zum Thema Napoleon, wobei es bei den Szenen nicht um die Heldentaten der Soldaten ging, sondern um die Not der Bevölkerung und das Leid, das diese durch die durchziehenden und teilweise marodierenden Soldaten erleiden musste. Ein Standkonzert der Stadtkapelle sorgte dann noch für die musikalische Unterhaltung.

Sehr gut angenommen wurde die Möglichkeit, das Eon-Kraftwerk, die Biohennen AG und die Firma Mero Germany zu besichtigen und an Führungen durch die Unternehmen teilzunehmen. Für den Transport der Besucher von der Donaustraße zum jeweiligen Firmensitz wurden Shuttlebusse eingesetzt. Interessiert waren viele Besucher dabei an der Biohennen AG, die ihren Sitz seit 2001 in Vohburg hat und 40 Arbeitnehmer beschäftigt. Gerlinde Wagner, Vorstand der AG, erläuterte den Werdegang des Eies von der Henne bis in den Supermarkt. Etwa 500 000 bis 600 000 Eier durchlaufen die Anlieferung, die Qualitätskontrollen, die Sortierung nach Größen, die Verpackung und die Auslieferung in der Betriebshalle in Vohburg. „Tendenz steigend, aber wir können gar nicht alle Bestellungen erfüllen, da es an der Rohware, also an den Eiern fehlt“, sagte die Chefin. Sie betonte auch, dass alles nach den sehr strengen Biokreis-Richtlinien ablaufe. So dürften demnach zum Beispiel nur 4,5 Hühner, statt der bei Bioerzeugung üblichen sechs Hühner auf einem Quadratmeter Stallfläche gehalten werden. Die Biohennen AG schließe deshalb schon vor einem Stallbau langfristige Verträge mit den Landwirten ab, wodurch natürlich aber auch eine Steigerung bei der Menge nur langsam vonstattengehe. Ausgeliefert würden die Eier schließlich von der betriebseigenen Flotte von drei Lkw und zwei Transportern, berichtete Wagner.