Ein Tanklastzug ist am Sonntagabend kurz vor 19 Uhr zwischen Irsching und Knodorf bei winterlichen Straßenverhältnissen von der Fahrbahn abgekommen.
Ein Tanklastzug ist am Sonntagabend kurz vor 19 Uhr zwischen Irsching und Knodorf bei winterlichen Straßenverhältnissen von der Fahrbahn abgekommen.
Schmidtner
Pfaffenhofen

Auf schneeglatter Straße ist am Sonntagabend kurz vor 19 Uhr ein Tanklastzug zwischen Irsching und Knodorf ins Rutschen und von der Fahrbahn abgekommen - wie gestern bekannt wurde, stellte die Polizei beim Fahrer einen Atemalkoholgehalt von 1,1 Promille fest. Weil das geladene Dimethyldisulfid mit Luft ein explosives Gemisch bildet, war die Straße bis 22.30 Uhr komplett gesperrt. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Ingolstadt, Vohburg, Irsching, Reichertshofen, Ernsgaden, Geisenfeld, Manching und Großmehring und das THW Pfaffenhofen. Wie die Polizei berichtet, gab der Sattelzugfahrer an, dass er das Raffineriegelände verließ, obwohl er gewusst habe, dass er so viel getrunken hatte, dass er nicht hinters Steuer hätte setzen dürfen. Außerdem verstieß er gegen das Sonntagsfahrverbot und hätte mit dem Gefahrguttransport obendrein bei schneebedeckter Fahrbahn gar nicht losfahren dürfen. Noch dazu hatte er keine Fahrerkarte in seinem Fahrtenschreiber.

Ein paar Stunden später krachte es auf der B 300 zwischen Eulenried und Thierham. Laut Polizei war eine 28-jährige Autofahrerin von Thierham kommend in Richtung Ingolstadt unterwegs, als sie wegen der Schneeglätte die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor und auf Gegenspur schleuderte. Sie stieß frontal mit dem Auto eines 56-Jährigen zusammen. Das Auto des 56-Jährigen schleuderte in Graben. Beide Fahrer wurden so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Zur Unfallaufnahme musste die B 300 für rund 30 Minuten gesperrt werden.

Recht ruhig ging es auf den Autobahnen zu. Die Freisinger Verkehrspolizei meldet vier Glätteunfälle, die für den nördlichen Landkreis zuständige Verkehrspolizei Ingolstadt drei. Es blieb aber bei Blechschäden, verletzt wurde niemand.

Auch die Verantwortlichen der Winterdienste sprechen von ganz normalen Einsätzen. Die Räumfahrzeuge des Kreisbauhofs sind am Sonntagabend ab 19.30 Uhr ausgerückt. Um 0.30 Uhr waren die Kreis-, Stadt- und Bundesstraßen im südlichen Landkreisdrittel laut Straßenmeister Stefan Schuster so weit von Eis und Schnee befreit, dass die acht Fahrzeuge kurz zurückkehren konnten. Um 3 Uhr rückte dann die zweite Schicht aus. Am Vormittag waren noch zwei Räumfahrzeuge damit beschäftigt, Schneeverwehungen zu beseitigen. Die Kollegen vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt, mit denen sich der Kreisbauhof die Aufgaben teilt, waren ab 16 Uhr mit 12 Fahrzeugen im Einsatz. "Es war ein ganz normaler Einsatz", sagt Straßenmeister Stefan Perschl. "Die Leute haben sich scheinbar gut auf das Wetter eingestellt", sagt Pfaffenhofens auch stellvertretender Polizeichef Ulrich Pöpsel.

Im Pfaffenhofener Stadtgebiet waren die Stadtwerke am Sonntagabend mit vier Fahrzeugen unterwegs, ab 3 Uhr morgens waren dann alle 14 Räum- und Streufahrzeugen sowie acht Fußtrupps unterwegs. "Wir hatten alles im Griff, es gab noch keine Beschwerden", sagt Stadtservice-Chef Stefan Maier.