Die wurden vor Jahren vom örtlichen Tennisclub aufgegeben, von der Gemeinde übernommen und liegen brach. Sowohl der TSV Reichertshausen, als auch der unmittelbar anliegende Burschenverein haben mittlerweile ein Auge auf das Areal geworfen und wären sich einig, die Fläche aufzuteilen: In etwa drei Viertel für den TSV, ein Viertel für die Burschen. Die könnten ihre Terrassenfläche vergrößern und eine Wendemöglichkeit für Autos schaffen. Die Sportler des TSV hätten dann einen Aufwärmplatz direkt am Spielfeld, den sie bis dato vermissen.

Bürgermeister Reinhard Heinrich(CSU) schlug vor, die Plätze den beiden Interessenten kostenlos zu überlassen, für deren Unterhalt jedoch müssten sie selbst Sorge tragen, Investitionszuschüsse würden gewährt. Bei Nutzung durch die Vereine müsste der TSV 8000 Euro, der Burschenverein 4000 Euro investieren, abzüglich 25 Prozent Zuschüsse von der Gemeinde. Der TSV müsste zur Finanzierung einen Zuschuss beim Bayerischen Landes-Sportverband beantragen. Der aber verlangt einen Pachtvertrag mit einer unkündbaren Laufzeit von minimal 25 Jahren.

Allerdings war aus Kreisen der Gemeinderäte der Vorschlag gekommen, die gesamte Fläche als Parkraum zu nutzen, insbesondere bei Veranstaltungen in der Ilmtalhalle. Laut Bauamtsleiter Manfred Thurner würden bei Schotterung 80000 Euro an Kosten entstehen, bei Asphaltierung 120000 Euro, die er im Detail ausführte. Gemeinderat Franz Möckl (FW) betonte die Notwendigkeit zusätzlicher Parkplätze, die beispielsweise bei Fußballspielen nicht ausreichten.

Konrad Mayer äußerte "Bauchschmerzen" bei einer Pachtvertrags-Laufzeit von 25 Jahren, aber wollte die Vereine trotzdem unterstützen. Albert Schnell (CSU) als Fußball-Schiedsrichter, Franz Lechner (UWG) und Klaus König (CSU) zeigten ein Herz für die Fußballer, die 25 Jahre Pacht dienten auch "der Planungssicherheit für den TSV" ergänzte König. Die Abstimmung der Gemeinderäte erbrachte ein klares Votum für die Vereine. Für eine Nutzung als Parkplatz stimmte Franz Möckl (FW).