Im Dialog: Bürgermeister Helmut Bergwinkel (rechts) und die Jugendbeauftragte Roswitha Kraus (stehend) suchten das Gespräch mit den Pörnbacher Jugendlichen.
Im Dialog: Bürgermeister Helmut Bergwinkel (rechts) und die Jugendbeauftragte Roswitha Kraus (stehend) suchten das Gespräch mit den Pörnbacher Jugendlichen.
Vogl
Pörnbach
Hauptproblem der junge Leute: die Mobilität an ihrem Wohnort.

Eingeladen waren alle Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren - gekommen sind am Ende vier Gäste. Zusammen mit den jungen Leuten, dem Rathauschef und der Jugendbeauftragten Roswitha Kraus entwickelte sich ein reger Dialog. "Nur wenn ein guter Austausch stattfindet, kann die Gemeinde auch auf die Bedürfnisse der Jugendlichen in Pörnbach eingehen", so Bergwinkel. Die jungen Leute sind ihm ein besonderes Anliegen: Bergwinkel war früher im Landratsamt stellvertretender Leiter des Sachgebiets Familie, Jugend und Bildung.

Die Diskussion drehte sich vor allem um die Busanbindung zwischen Pörnbach und Pfaffenhofen sowie Pörnbach und Ingolstadt. Vor allem, wenn man am Wochenende fortgehen wolle, brauche man irgendeinen privaten Chauffeur, sagten die Schüler, von denen zwei 14 Jahre alt waren und zwei 17 Jahre alt. "Die Busverbindung ist nicht ideal", räumte Bergwinkel ein. Die Schüler schlugen die Einrichtung eines Rufbusses zusammen mit anderen Orten vor. Vor allem im Sommer wäre ein Bus um 20 Uhr toll, um vom Freibad heim gelangen zu können, so die Jugendlichen.

"Wäre es eine Option, mit der Bahn zu fahren?", fragte Bergwinkel. Das könnte so aussehen, dass ein Bus von Pörnbach bis zum Bahnhof in Baar-Ebenhausen fährt, wo die Schüler dann per Zug nach Ingolstadt oder Pfaffenhofen kämen. Am Bahnhof angekommen müssten sie dann noch mal umsteigen, um in die Innenstadt zu gelangen. Trotz des zweimaligen Umsteigens fanden die Schüler die Option noch ok. Die Bahnfahrt wäre durch ihr Busticket abgedeckt. Ein Bus zum Pfaffenhofener Volksfest wäre bei den Jugendlichen auch hoch im Kurs. Der Barthelmarktbus sei dagegen bisher nicht genutzt worden.

Außerdem fänden die Jugendlichen eine Art Jugendtreff gut, wo man einmal in der Woche mit Gleichaltrigen und ehemaligen Klassenkameraden zusammenkommt. Bergwinkel wies auf die Möglichkeiten hin, sich auch beim Weinfest oder Maibaumaufstellen zu treffen. Da schüttelten die Jugendlichen den Kopf: Das werde von ihnen nicht genutzt. Ein Mädchen, das gerne näht, könnte sich auch einen Näh- oder Handarbeitstreff vorstellen. Roswitha Kraus erwähnte, dass im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ein Stricktreff im Gespräch sei. Stricken gefiel dem Mädchen weniger, aber Nähen wäre schön, sagte sie.

Ein Bub wünschte sich eine Skate- oder Lasertaghalle. "Eine Skatehalle ist für Pörnbach finanziell etwas zu hoch gegriffen", sagte Bergwinkel schmunzelnd. Er könne sich aber vorstellen, im Außenbereich eine Fläche für Jugendliche zu gestalten, wie zum Beispiel einen Platz mit Hindernissen.

Das Thema Mobilität wird übrigens in der nächsten Gemeinderatssitzung aufgegriffen: das Thema Anbindung der Gemeinde Pörnbach an die INVG-Linien und den Bahnhof Baar-Ebenhausen steht auf der Tagesordnung.