Gebührend gefeiert mit der ganzen Familie und den Nachbarn wird aber erst ein bisschen später.

Gesundheitlich geht es dem Jubilar noch ganz gut. "Halt dem Alter entsprechend. Mal zwickt da was, jeden Tag irgendein anderes Wehwehchen. Aber ich kann noch jeden Tag aufstehen - dann passt das schon", sagt er. Also kein Grund zum Jammern für Anton Inderst. Solange er noch sein Hobby, die Bienen, immer gut versorgen kann, ist er ganz zufrieden.

Inderst ist in Rinnberg geboren, zusammen mit fünf Geschwistern aufgewachsen und hat auf dem elterlichen Hof in der Landwirtschaft mitgearbeitet, bis ihm das Anwesen übergeben wurde. Seine Frau Emma lernte er beim Tanzen kennen, genau gesagt beim Bogenrieder in Pörnbach. Ganz praktisch. Denn seine Emma kam aus Kreuth - und so traf man sich dort öfter und die beiden wussten bald, es ist was fürs ganze Leben. Die Hochzeit wurde 1956 gefeiert, sie zogen vier Kinder auf, die ihnen fünf Enkelkinder schenkten. Und heute freuen sie sich über fünf Urenkel.

Das Ehepaar bewirtschaftete den Hof bis zum Jahr 1984, setzten sich dann zur Ruhe und übergaben die Landwirtschaft an den Sohn Anton. Doch im Jahr 2000 traf sie ein schwerer Schicksalsschlag, als der Sohn mit erst 41 Jahren an Krebs verstarb. Heute braucht das Ehepaar beim täglichen Leben einige Hilfe durch die Tochter, die in der Woche mehrmals vorbeikommt, denn Emma Inderst ist gesundheitlich mittlerweile doch sehr angeschlagen.