Schwere Schädigungen, die auf Herz und Kreislauf, Lungen, Leber, Nieren und das zentrale Nervensystem wirken, sind die Folge.

Um eine Vergiftung zu verhindern oder um sie besser schnell erkennen zu können, wird vielen Phosphorsäureestern in den Handelsformen eine blauer Farbzusatz beigemengt. Auch die von Passanten bei Agelsberg im Wald aufgefundenen Giftköder hatten diese markante Einfärbung.

Acetylcholin wirkt sich gravierend auf das Nervensystem aus. Betroffen davon war auch der Zwergschnauzer-Mischling von Martin Schulze aus Agelsberg. Der kleine Hund wies nach seiner damaligen Vergiftung typische Ausfallerscheinungen nach der Einnahme des Giftstoffes über einen Köder auf: verstärkter Tränen- und Speichelflusses, erschwerte Atmung und Muskelkrämpfe. Es folgen dann in der Regel Koliken, Übelkeit, Durchfälle und Erbrechen, die ebenfalls von einigen der betroffenen Hundefreunden mit Entsetzen gegenüber Tierärzten und der Polizei beschrieben worden waren.

Der Blutdruck fällt ab und schließlich droht eine in der Regel zum Tode führende Atemlähmung. Der Reichertshofener Tierarzt Franz Gumpinger, der einige der vergiftete Hunde behandelt hatte, vermutete bereits nach den ersten vorgestellten Fällen in seiner Praxis eine Vergiftung mit einem Insektizid.

Die Vergiftungsfälle, alle von Februar bis März dieses Jahres aufgetreten, erregten bayernweit die Gemüter vieler Tierfreunde. Spekulationen, wonach es sich auch um Rattengift handeln könnte, das die Hunde geschluckt hätten, kursierten ebenso wie der Verdacht auf Mäusegift.

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