Samstag, 13.03.2010 |

 

08.02.2010 20:19 Uhr | 78x gelesen
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Gemeinde Reichertshofen will neues Gewerbegebiet


Bild: Gemeinde Reichertshofen will neues Gewerbegebiet . Reichertshofen Reichertshofen (rsb) Deutlich mehr Interesse am Gemeindegeschehen als im Markt Reichertshofen selbst zeigten die Bewohner bei den Bürgerversammlungen in den Ortsteilen Langenbruck, Hög, Starkertshofen und Winden.

Reichertshofen (rsb) Deutlich mehr Interesse am Gemeindegeschehen als im Markt Reichertshofen selbst zeigten die Bewohner bei den Bürgerversammlungen in den Ortsteilen Langenbruck, Hög, Starkertshofen und Winden.


Wie Bürgermeister Michael Franken in Langenbruck sagte, sei 2009 eine Reihe von Maßnahmen begonnen, fortgesetzt oder zu Ende gebracht worden. Er nannte die energetische Sanierung der Schule, die Erneuerung der Wasserversorgung und den Bau der Kinderkrippe. Die energetische Sanierung des Kindergartens Hög sei aus Mitteln des Konjunkturpakets II bewilligt worden. Für den Hochwasserschutz in Langenbruck erhalte die Gemeinde 45 Prozent der Kosten. Auf die Folgejahre verschoben werden müsse aufgrund der engen Finanzsituation der Anstrich der Langenbrucker Turnhalle.

Ein besonderes Anliegen ist Franken die Ansiedlung neuer Gewerbe und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Im Gespräch sei eine Erweiterung des Gewerbegebietes Reichertshofen-Ost und ein Gebiet im Dreieck Autobahn/Eisenbahn/B 300.

Erich Rossmeier forderte ein Omnibus-Wartehäuschen im Bereich Pörnbacher/Dorfstraße. Unzufrieden äußerte sich Reinhold Vogl zur Verkehrssituation Pörnbacher/Gambacher Straße und schlug eine Fahrbahnmarkierung vor. Georg Heinzinger missfallen die Begrüßungsschilder an den Ortseinfahrten. Siegfried Niedermeier bat um Aufklärung, warum das Landratsamt den ursprünglichen Haushaltsplan nicht bewilligt habe. Franken räumte einen Fehler der Verwaltung ein.

In Hög informierte der Rathauschef die knapp 40 Zuhörer über den Stand im Gewerbegebiet Ronnweg (Amenda). Der Flächennutzungsplan sei vom Landratsamt genehmigt worden, der Bebauungsplan bedürfe noch der Klärung einiger Fragen. Die Firma Amenda will ihr Projekt in vier Bauabschnitten durchführen. Abschnitt 1 und 2 sehen die Errichtung einer Tankstelle und eines Verwaltungsgebäudes vor. Für die Abschnitte 3 und 4, Hotel und Umschlaghalle, gebe es noch keinen Zeitplan.

Zu einer kontroversen Diskussion kam es über den Standort für ein Buswartehäuschen für Schüler. Josef Hollweck plädierte für eine Verbesserung der Infrastruktur im geplanten Gewerbegebiet Ronnweg. Georg Meisinger sind die Raser auf der Ortsverbindung Ronnweg-Hög ein Dorn im Auge, außerdem hält er eine Hochwasserfreilegung in Ronnweg für erforderlich. Walter Lederer übte Kritik an der Busanbindung für Schüler durch die Linie 15. Neue Arbeitsplätze dürfen sich laut Stefan Priller nicht nur auf den Logistikbereich beschränken. Kritik übte Ernst Grillmeier an dem teilweise schlechten Zustand einiger Ortsstraßen. In diesem Zusammenhang bemängelte Stefan Klotz das Mähen der Bankette.

Auf Anfrage eines besorgten Bürgers erklärte Bürgermeister Franken bei der Bürgerversammlung in Starkertshofen, dass entsprechend der Messergebnisse am bisherigen Standort Unterschleißheim von keiner Erhöhung der Strahlenbelastung durch die Einrichtung einer "Test- und Integrationsanlage für Kommunikation und Datenübertragung mit Luftverteidigungssystemen" in der ehemaligen HAWK-Stellung in Freinhausen ausgegangen werden kann.

Bei der Bürgerversammlung in Winden war die mangelnde Information durch die Gemeinde über die Abwasserbeseitigung für das geplante Gewerbegebiet Ronnweg (Amenda) ein Thema. Wie der Bürgermeister sagte, sei diese für die Kläranlage Winden noch verträglich. Die Gebühren würden nicht steigen. Im Gegensatz zu den Bürgern dürfe Amenda nicht unbeschränkt einleiten. Aufgrund ihrer Bauart ist laut Franken eine Einleitung in die Kläranlagen Hög oder Ronnweg nicht möglich.

Zum Baugebiet Agelsberg sagte Hans Weiß, dass dieses Gelände früher einmal eine Kiesgrube gewesen sei, die mit Schutt, Teer und Beton verfüllt wurde, was Bauwilligen gesagt werden müsse. Die Gemeinde will ein Bodengutachten beantragen.

Von Christa Rothe


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