Google: Stadt legt Widerspruch ein
Pfaffenhofen (iso/pat) Gegen den umstrittenen Internetdienst Google Street View machen mehr und mehr Städte und Gemeinden im Landkreis mobil. Nach dem Vorreiter Geisenfeld wird jetzt auch die Stadt Pfaffenhofen aktiv, außerdem Rohrbach und Reichertshofen.
Der Pfaffenhofener Bürgermeister Thomas Herker betont allerdings, dass eine Kommune keinen "pauschalen" Einspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern aus ihrem Gemeindegebiet einlegen könne. Dies müsse jeder Haus- oder Grundstückseigentümer selber in die Hand nehmen.
Herker erklärt, die Stadt werde gegen die Veröffentlichung von Fotos im Bereich der städtischen Kindergärten und Schulen auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Wie Stadtjurist Florian Erdle auf PK-Anfrage ergänzte, sei der "empfindliche" Bereich vor Kindergärten und Schulen datenschutzrechtlich besonders relevant. Hier seien die Persönlichkeitsrechte von Kindern betroffen – im Gegensatz zu den übrigen Verwaltungsgebäuden. Zudem seien Rathaus und das Haus der Begegnung beispielsweise in gewisser Weise repräsentativ für die Kommune, so dass hier Fotoaufnahmen nicht pauschal verboten werden, so Erdle.
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Wer Widerspruch gegen die Veröffentlichung eines Fotos erheben will, findet alle Informationen, Links und Adressen dazu im Internet auf www.pfaffenhofen.de im Bereich PAF und DU oder unter www.pafunddu.de.
Angemessenen Schutz vor den Angriffen auf die Privatsphäre durch Google Street View will auch die Gemeinde Rohrbach ihren Bürgern bieten. "Wir kupfern hier natürlich von Geisenfeld ab, aber warum soll man das bei einem so guten Vorbild nicht tun", beschrieb Bürgermeister Dieter Huber die Aktion. In Kürze können Bürger, die sich schützen wollen, über einen Link auf der Gemeindehomepage alles Notwendige aus dem Internet herunterladen, um Google den Einblick in das eigene Grundstück zu untersagen. "Wir können nicht mehr tun, als allen Betroffenen ein Instrument in die Hand zu geben, das sie schützt", erklärte der Bürgermeister, dass ein generelles Verbot für die gesamte Gemeinde rechtlich nicht durchsetzbar sei. "Hier muss jeder Einzelne ganz privat aktiv werden und selbst entscheiden, wie er sich den Angriffen von Google gegenüber verhält." Die Zustimmung im Gemeinderat Rohrbach zu diesem Vorgehen erfolgte ohne Diskussion und einhellig.
Auch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Reichertshofen am Dienstag wurde entschieden, dass einerseits die Gemeinde Widerspruch einlegen wird bei Google-Filmaufnahmen vor Kindergärten und Schule. Details dazu müssen noch festgelegt werden, hieß es aus der Gemeinde. Im Rathaus wird es demnächst ein vorformuliertes Schreiben geben, um Widerspruch einzulegen. Das Formular wird es auch auf der Homepage der Gemeinde zum Herunterladen geben.
Manfred Russer, Bürgermeister von Hohenwart und Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages, bedauert, dass eine ursprünglich angedachte gemeinsame Aktion aller Landkreiskommunen gegen Google Street View nicht zustande gekommen ist und ein pauschaler Einspruch rechtlich nicht möglich sei. Russer ruft deshalb ebenfalls die Bürger auf, selbst aktiv zu werden, wenn sie Bedenken gegen die Filmaufnahmen haben. Außerdem will er das Thema noch mal im Gemeindetag zur Sprache bringen.
Kommentare
- meldung und verwaltung von strassenschäden
- kaputte strassenbeleuchtung bzw. fehlende strassenbeleuchtung an markanten punkten
- aufzeigen von unfallschwerpunkten
- evtl. sogar bei konzerten/veranstaltungen zum erstellen von rettungsplänen
- hinweis auf problembereiche welcher art auch immer...
- wo befinden sich notrufsäulen, kinder können sich diese anhand von fotos besser merken bzw. erinnern als auf lausigen 2d plänen...
da gibts sicherlich noch hunderte solcher beispiele, die eigentlich staatliche aufgaben wären, aber da fehlt einfach die kreativität und das geld dazu... nun wirds kostenlos zur verfügung gestellt... ist man dagegen...
Die meisten die Street Views schon benutzt haben sind begeistert davon und haben auch kein Problem damit, dass die Autos von Google auch vor der eigenen Haustür Fotos machen.
Insofern empfinde ich die Diskussion über einen Handymasten sogar noch sinnvoller...
Was mich am meisten an der Sache stört ist, dass sich der Verleger Schäff (Donaukurier) jetzt plötlzich aus privaten und wahrscheinlich wirtschaftlichen Gründen zum Datenschützer aufspielt. Die Lokalredaktionen müssen jetzt natürlich in gleiche Horn********schließlich ist der BigBoss gegen StreetViews.
Deshalb lieber Pfaffenhofener Kurier: Macht doch mal eine Umfrage zum Thema. Und zwar mit Leuten die StreetView kennen. Ich gehe jede Wette ein, dass die Mehrheit für Street View ist und kein Problem mit den Bildern im Internet hat. Gesichter und Kennzeichen sind ja eh verfremdet. Oder noch besser: Lasst diese Umfrage von jemanden unbefangenen machen....
Ich verstehe auch nicht ganz, wie das „besondere Schutzbedürfnis“ von Schulen und Kindergärten mit den Plänen von Google im Zusammenhang steht. Hier werden doch wieder nur die Kinder vorgeschoben, um bei den Leuten Emotionen und Panik zu induzieren – was für ein jämmerlicher Versuch. Gesichter, Kennzeichen und Co werden doch unkenntlich gemacht, wie bandit schon sagte.
Wer lieber unerkannt bleiben will, sollte am besten gar nicht mehr das Haus verlassen!
Wortführer und Endscheider in solchen Debatten sind doch meist die Ewig Gestrigen, die sich jedem Fortschritt versagen.
Zitat von BigLick Wer lieber unerkannt bleiben will, sollte am besten gar nicht mehr das Haus verlassen! |
Bei sowas regen sich die Leut auf, aber in den öffentlichen Verkehrsmitteln belästigen sie die Mithörer mit ihren Handygesprächen über Peinlichkeiten wie gesperrte Girokonten oder missglückte Onenightstands. Und in den Internetcommunities stellens pikante Bilder nei...ich sag nur big lick...
in den reisekatalogen wird einem da ja immer was vorgegaukelt... man kennt das sicherlich mit hotels die direkt am strand liegen sollen... derweilen darfste noch über 3 strassen drüber hüpfen ohne zebrastreifen etc.
ich kapiers ned warum man gegen streetview is.. aber auf der anderen seite überall webcams installiert.. siehe rathaus paf oder HdB
google macht ja von haus aus kfz-kennzeichen unkenntlich sowie die köpfe von menschen... das reicht doch vollkommen...
ich denke einfach, dass man einfach mal dagegen is, aber den dienst selbst noch gar nicht ausprobiert hat...
Leute, Leute, macht Euch doch mal locker und versucht, die Vorteile zu sehen! Ich habe nichts zu verbergen, sollen sie mich doch fotografieren! Es tut auch nicht mehr weh, als wenn mich die Webcam im Pfaffenhofener Rathaus filmt....!! Google Street View, Google Maps, Google Earth: Herzlich willkommen in PAF!!!
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