Pfaffenhofen: Fotoshooting für das "Gesicht der Hallertau"
Einen Regenschirm wird man am Sonntag eher nicht brauchen, es soll sonnig werden.
Pfaffenhofen
Zuschauer sind in diesem Fall gerne gesehene Zaungäste und können unmittelbar erleben, wie aufwendig die Bilder produziert werden.

Von 8 bis 18 Uhr wird der Fotoapparat von Ehrenreich fast pausenlos klicken. Fotomodelle in spe konnten sich im Vorfeld der Veranstaltung unter dem Motto „Gewinne das Fotoshooting Deines Lebens“ für die Fotosession bewerben. Drei junge Damen, von einer kundigen elfköpfigen Jury ausgewählt, schafften den Sprung in die engere Auswahl: Daniela Donaubauer (20) aus Reichertshofen, Franziska Landinger (20) aus Bruckberg und Melissa Trübenbach (19) aus Manching sind die Auserwählten.

Bereits sicher ist den drei Frauen ein sogenanntes Modelbook mit den besten Aufnahmen aus diesem Shooting. Den Titel „Gesicht der Hallertau“ erringen kann allerdings nur eine von ihnen. Der Siegerin aus dem Trio winkt neben einer ausführlichen Presseberichterstattung über sie auch eine attraktive gläserne Trophäe.

Im Pfaffenhofener Trend-Shop haben sich die Kandidatinnen bereits ihre Wunschoutfits für das Shooting zusammengestellt. Passend dazu erhalten sie während der Aufnahmen über den Tag hinweg immer wieder abwechselnde Frisuren und verschiedene Stylings mit tatkräftiger Unterstützung von Friseurmeisterin Barbara Märtl. Das passende Make-up zaubert Stephanie Menhorn mit zwei ihrer Kolleginnen von der City-Parfümerie in Pfaffenhofen den jungen Damen ins Gesicht, um jeweils unterschiedliche Wirkungen zu erzielen.

Da ist Action angesagt: Von früh bis spät wird geknipst, gestylt, frisiert, gezupft und posiert. Per Funkübertragung landen dann die Bilder Ehrenreichs auf dem Laptop von Fotograf Thomas Muth, der sofort die Nachbearbeitung übernimmt. Auch für Nicht-Fotografen ist da das Zusehen ebenso spannend wie interessant.

Im Gebäude direkt gegenüber dem Rathaus ist der letzte Tag der Ausstellung des Pfaffenhofener Malers Josef Kroha im Haus der Begegnung zu erleben.

Bilder seiner jüngsten Schaffensperiode – teils war vor Ausstellungsbeginn die Farbe noch kaum getrocknet – sind dort zu sehen.

Kroha, einst Student der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, gilt als einer der meist gesammelten Maler Pfaffenhofens, wo er seit 1969 lebt. Seine Bilder veranschaulichen den Tod und das Leben, was der Maler in Hell-Dunkelkontrasten in individueller Weise auszudrücken versteht. Einen besonderen Stil habe er keinen, er gehöre damit weder zu den Gegenständlichen, noch zu den Abstrakten, meinte der Künstler über seine Arbeiten kürzlich bei der Vernissage.

Kroha blickt hinter den ersten Anschein und lässt Spielraum zur Interpretation. Konzentriert und immer reflektierend setzt Kroha unkorrigierbare kleine Farbfelder nebeneinander, Pinselstrich für Pinselstrich. Der Betrachter erfährt von der Kraft beginnenden Lebens wie vom Schrecken des unausweichlichen Endes.

Am Dultsonntag ist die Galerie im Haus der Begegnung von 10 bis 18 Uhr geöffnet.