Pfaffenhofen: Auf spielerische Art viel gelernt
Strahlende Gesichter bei den Mitwirkenden und Manfred Habl, er ist stolz auf „seine“ Truppe. Die Ausstellung ist rundum gelungen – und der Hippofant ist auch mit von der Partie - Foto: Daiber
Pfaffenhofen
Das vom Bayerischen Kultusministerium genehmigte Projekt war eingebettet in das Festival bayerischer Städte zur kulturellen Bildung „Stadt.Geschichte.Zukunft.“ unter Leitung von Christine Fuchs. Im Rahmen dieses Festivals, welches noch bis 31. Juli stattfindet, beschäftigen sich zum Beispiel Künstler, Wissenschaftler, Schulen, Politiker und Architekten verschiedener Städte mit der Frage, wie wurde unsere Stadt zu dem, was sie ist und wie wollen wir in Zukunft leben?

Manfred Habl schlug der Volksschule Pfaffenhofen vor, an diesem Projekt teilzunehmen. Bei der Betrachtung der Historie Pfaffenhofens legte er den Schwerpunkt auf die Geschichte der Firma Hipp. Seine Wahl fiel auf Hipp, weil er ein Unternehmen suchte, das eine bedeutende Rolle in der Entwicklung Pfaffenhofens gespielt hatte und auch in Zukunft noch spielen wird.

An diesem Projekt beteiligten sich alle siebten Klassen – zwei Regelklassen, zwei Ganztags- und zwei M-Klassen. Gemeinsam mit den Schülern wurde überlegt, wo man die Schwerpunkte setzen konnte. So wurde in jeder Klasse im Rahmen des Unterrichts ein Thema bearbeitet, zu dem jeder Schüler eine Projektmappe anlegen musste. Die Klassen setzten dabei verschiedene Schwerpunkte: Sie stellten die Geschichte der Firma in Bild und Text dar, erstellten einen Blog, entwarfen eine Hipp-Kollektion und nahmen Werbespots für das Radio auf, wobei sie Unterstützung von einem Redakteur des Bayerischen Rundfunks erhielten. Eine „Abgeordnetengruppe“ aus insgesamt 24 Schülern besuchte im Rahmen der Projektarbeit die Firma Hipp und erhielt auch eine Führung in der Lebzelterei von Hans Hipp. Mit vielen Anekdoten brachten ihnen Claus und Hans Hipp die Entwicklung der Firma nahe. So erfuhren sie von Hans Hipp zum Beispiel, woher der Ausdruck „hast du’s jetzt endlich gefressen“ kommt. Nämlich daher, dass es früher Lebkuchen mit dem Alphabet darauf gab. Wenn nun ein Schüler Buchstabe für Buchstabe abgeknabbert hatte, beherrschte er das Alphabet, er hatte es im wahrsten Sinne des Wortes „gefressen“.

Im Pfaffenhofener Rathaus wurden die Schüler von Bürgermeister Thomas Herker (SPD) empfangen, wo sie ihre Anliegen und Fragen formulieren durften und so ganz „nebenbei“ eine Menge über die Geschichte ihre Heimatstadt erfuhren.

Insgesamt äußerten sich Schüler wie Lehrkräfte sehr positiv zu diesem Projekt. Die Lehrkräfte begrüßten es, dass die Schüler von so vielen Seiten Informationen und Unterstützung erhalten hatten und dass Lehrplaninhalte dabei auf eine spielerische und eingängige Art vermittelt wurden.

Die Schüler waren motiviert und interessiert bei der Sache. Pia Hofmann, eine der betreuenden Lehrerinnen: „Sie haben viel und mit Freude gelernt.“ Und natürlich sind sie sehr stolz auf ihre Leistung. Der Begriff Nachhaltigkeit ist zurzeit in aller Munde: Man kann sicher behaupten, dass eine so komplexe Projektarbeit nachhaltiges und vernetztes Lernen fördert.

Weitere Infos über die Ergebnisse der Projektarbeit gibt es auf http:'vs-paf-stadt-geschichte-zukunft.blogspot.de.