Einige Freidemokraten hätten die Unterkunft in Rockolding, die schon durch zwei schwerere Vorfälle auffällig geworden sei, in Augenschein genommen. "Wir haben die Unterkünfte in einem sauberen und gut beheizten Zustand vorgefunden. Der Landkreis hat seine Aufgaben erfüllt", sagte Thomas Stockmaier, FDP-Kreisvorsitzender.

"Sehr betroffen und teilweise schockiert zeigten sich die Vorstandsmitglieder über die Ansprüche und Erwartungen, mit denen die Asylbewerber nach Deutschland kommen", heißt es in der Mitteilung. So sei eine FDP-Politikerin von einem Flüchtling gefragt worden, warum er in einem Zelt schlafen müsse und kein Haus bekomme.

Auch das Essen sei kritisiert worden. "Die Essensausgabe wurde von uns geprüft. Sowohl das Essen als auch die Getränke waren einwandfrei und entsprachen hohen Standards", betonte Stockmaier.

Die Sicherheitslage dagegen sieht der FDP-Kreisvorstand kritisch. Laut Stockmaier seien die drei privaten Sicherheitskräfte vor Ort nicht ausreichend. "Wenn Syrer und Afghanen bei der Essensausgabe zusammentreffen, dann knistert im wahrsten Sinne des Wortes die Luft. Wir hatten teilweise richtig Angst", heißt es in der Mitteilung.

Deshalb und wegen des Vorfalls mit mehreren verletzten Personen vor einigen Wochen wendet sich der liberale Kreisvorstand nun an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann mit drei Fragen hinsichtlich der Sicherheitslage im Landkreis Pfaffenhofen: Die Liberalen wollen wissen, warum der Rädelsführer des Vorfalls vor einigen Wochen nicht in Untersuchungshaft sitzt, ob die Polizeiinspektionen Geisenfeld und Pfaffenhofen personell ausreichend ausgerüstet sind, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und warum es nicht möglich ist, die Asylbewerber nach Herkunftsländern getrennt unterzubringen, "da es offenbar immer wieder zu Konflikten wegen der verschiedenen Ethnien kommt".