Pfaffenhofen: Viel Musik im Museum
Die Münchner Truppe Café Unterzucker kommt am 12. März erstmals nach Wolnzach und wird im Hopfenmuseum "ungesüßte Kinderkultur und unversäuerten Erwachsenenschmarrn" bieten. Kinder und Erwachsene dürfen sich auf einen großen Spaß freuen. - Foto:La Van Phuong
Pfaffenhofen

Am Sonntag, 21. Februar, 17 Uhr, stehen traditionell zuerst einmal Oper und Operette auf dem Konzertprogramm des Wolnzacher Museums: Lauren Francis und Franz Garlik bieten "Große Stimmen - hautnah!", so der Titel ihres diesjährigen Gastspiels. Für die beiden Wahl-Hallertauer ist der Auftritt im Hopfenmuseum jedes Mal etwas ganz besonderes. Auch diesmal werden sie wieder mitreißende Arien und Gesangsstücke bieten, "hautnah" dran am Publikum.

Ein Höhepunkt verspricht das Konzert des Café Unterzucker zu werden. Am Samstag, 12. März, 15 Uhr, kommt die Münchner Truppe zum ersten Mal nach Wolnzach und an diesem Tag dürfte es ziemlich heiter zugehen im Hopfenmuseum. Kopf und Texter ist nämlich ein alter Bekannter: Richard Oehmann, Mitgründer von Dr. Döblingers Kasperltheater. Und der hat bekanntlich überhaupt keine Lust auf rosaroten Kinderkitsch. Deshalb nennen sich die wahlweise vier bis acht Musiker auch "Institut für ungesüßte Kinderkultur und unversäuerten Erwachsenenschmarrn". Ihre furios dargebotene Mischung aus Schlager, Seemannslied, Rock'n'Roll und Weltmusik begeistert nicht nur Kinder. Auch Erwachsene dürfen sich auf einen großen Spaß einstellen. Dafür stehen vor allem auch die herrlich komischen und zugleich philosophisch-tiefsinnigen Texte aus Ohemanns Feder, zum Beispiel von der Liesl, die keine Lust hat, die beste in der Schule zu sein, vom Zwillingspärchen, das immer "absolut gleich" aussehen musste oder vom verwöhnten Söhnchen Jan-Ödipus, der bitte vom Zeltlager abgeholt werden möchte, weil es dort Spinnen gibt, aber keine Gastro-Profis. Am Samstag, 23. April, 20 Uhr, wird dann auch für's Auge einiges geboten sein: Das Dreigestirn Adas führt den Folk in mythische, zuweilen düstere, bisher ungekannte Sphären. Die drei musizierenden "Feen", so die Bedeutung des Bandnamens, beschwören in ihren anspruchsvollen Eigenkompositionen mit mehrstimmigem Gesang und ausgefeilten Arrangements Wort- und zugleich Klangmagie herauf. Mit einer vielseitigen Instrumentierung von irischer Harfe über Bouzouki, indische Shruti, Fiddle, Flöten und Laute erschafft das "Elvenvolk" vor dem geistigen Auge seiner Zuhörer eine faszinierende Mischung aus irischer, iberischer und nordischer Musik.

Inzwischen Stammgast im Hopfenmuseum ist C.B. Green mit seinem Songwriter's Special. Am 14. Mai, 20 Uhr, versammelt er erneut songschreibende Gäste aus der ganzen Welt neben sich, mit denen er abwechselnd die Liebe zur handgemachten Musik teilen wird. Nur selbst Geschriebenes und der Mensch hinter der Musik spielen hier eine Rolle. Große Namen fanden hierbei schon den Weg nach Wolnzach, wer im Mai mit von der Partie sein wird, stand beim Redaktionsschluss noch nicht fest.