Schulleiter Hubert Ruisinger, die Lehrkräfte Michaela Pongratz, Karl-Martin Sedlmeier und Albert Thurner standen für Gespräche zur Verfügung, und von der Schreinerinnung Ingolstadt Pfaffenhofen war unter anderem Martin Huber gekommen. Die Auszubildenden des ersten Lehrjahrs zeigten, was sie schon gelernt haben und ließen sich bei ihren Fräsarbeiten über die Schulter schauen.
 
Man merkt schon, dass der Beruf des Schreiners nicht mehr wie früher eine reine Männerdomäne ist; unter den Interessenten war auch eine junge Dame. Sie ist allerdings etwas familiär vorbelastet, da ihr Bruder bereits sein erstes Ausbildungsjahr in diesem Beruf absolviert. Besonderes Interesse fanden natürlich die hochmodernen Maschinen von der Bandsäge bis zur Furnierpresse in der Werkstatt, die vor allem Albert Thurner erklärte. Viele Fragen wurden beantwortet, so über die Konkurrenz der großen Möbelfabriken, über den Verlauf der Ausbildung und die ausbildenden Betriebe sowie die Schulstandorte.
 
Von dem Schulleiter und den Lehrern war zu erfahren, dass auch im Schreinerhandwerk Lehrlinge gesucht werden und bei einer zurückgehenden Zahl von Auszubildenden die Gefahr besteht, dass die Berufsschulstandorte Pfaffenhofen und Eichstätt zusammengelegt werden, um Kosten zu sparen. Doch der Optimismus überwog: „Schreiner wird immer ein attraktiver Beruf bleiben, schon allein wegen des lebendigen Materials, mit dem man hier arbeitet.“