Veranstalter Adi Descy war von dieser Nachricht wie vom Blitz getroffen. Ob es im Sommer mit dem Antikmarkt doch wieder weitergeht? „Dass weiß ich noch nicht“, sagt Descy. Er wolle nach dem Hin und Her erst einmal die Wirtschaftlichkeit und die Perspektiven ab 2013 klären, bevor er den Markt ein zweites Mal wiederbelebe.

Eigentlich wollte das Pfaffenhofener Landratsamt nur drei Veranstaltungen im Jahr dulden, weil der dort geltende Bebauungsplan nicht mehr hergibt. Das Gelände ist aus baurechtlicher Sicht ein Sondergebiet und darf daher nur für Zwecke der Trabrennbahn genutzt werden.

Die Kreisbehörde teilt nun mit, dass man sich mit der Stadt Pfaffenhofen auf die neue Zwischenlösung verständigt habe. Zudem würden die Belegschaftsfeiern zweier Firmen ausnahmsweise zugelassen. „Um vor allem den beliebten Antikflohmarkt wieder zu ermöglichen, haben wir uns darauf geeinigt, dass bis zur Festlegung einer neuen Nutzung einige nicht störende Veranstaltungen, für die auch keine erhöhten Sicherheitsanforderungen notwendig sind, möglich sind“, erklärt Landrat Martin Wolf (CSU). Bürgermeister Thomas Herker (SPD) freut’s: „Die Stadt hatte ja nie etwas dagegen.“

Die Duldung geht allerdings nur bis zum Jahresende: „Um eine weitergehende Nutzung zu ermöglichen, ist eine Änderung der Bauleitplanung durch die Stadt Pfaffenhofen erforderlich“, betont Baujuristin Beate Schwägerl vom Landratsamt. Sollte dies nicht der Fall sein, könnten keine weiteren Veranstaltungen mehr genehmigt werden.