Pfaffenhofen: 3000 Kilometer schwimmen   oder einfach zuhören
Der Oboist begeistert solo: Nicht nur beim Stück von Tomaso Albinoni wusste das Georgian Sinfonietta das Publikum bei diesem musikalischen Höhepunkt der Gartenschau zu überzeugen. - Foto: Schüler
Pfaffenhofen

Das Konzert war eine Kooperation der Firma Hipp mit der Natur in Pfaffenhofen GmbH - und diese war ausgesprochen gut besucht. Das Grußwort sprach Claus Hipp, der gleichzeitig auch Honorarkonsul von Georgien ist. Als leidenschaftlicher Musiker ließ er es sich natürlich auch nicht nehmen, das Orchester beim ersten Stück, der Kirchensonate in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart, mit der Oboe zu begleiten. Es folgten die "Alte Lambacher"-Sinfonie, ebenfalls von Mozart, "Zwei elegische Melodien" von Edvard Grieg und das Oboenkonzert op. 9 Nr. 2 von Tomaso Albinoni, bei dem der Oboist als Solist begeisterte.

Die zweite Runde entführte die Zuhörer in die Welt der georgischen Musik. Und dass Georgien von Pfaffenhofen gar nicht so weit weg ist, wusste Evi Weichenrieder zu erzählen, die charmant als Moderatorin durch den Abend führte. Es seien zwar 3000 Kilometer. Aber man müsse eigentlich nur in die Ilm steigen, an Rohrbach vorbei bis Vohburg in die kleine Donau, dann bis zum Donaudelta ins Schwarze Meer und dann nur noch weitere 1000 Kilometer schwimmen - und schon sei man dort. Musikalisch war diese Reise einfacher zu bewältigen. So folgten Stücke aus der Heimat der Musiker von Sulchan Tsintsadze (Georgische Miniaturen) und Aleksi Machavariani (Doluri).

Belohnt wurde das Publikum für seinen Applaus mit einer Zugabe. Gespielt wurde von Georg Friedrich Telemann ein Auszug aus "Don Quixotte". Insgesamt war das Konzert ein kultureller Höhepunkt, der bestens in den Rahmen der Gartenschau passte.