Mittwoch, 17.03.2010 |

 

08.02.2010 18:36 Uhr | 12x gelesen
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Krise auch im Kreis noch nicht ausgestanden


Bild: Krise auch im Kreis noch nicht ausgestanden . Pfaffenhofen Pfaffenhofen (zur) \

Pfaffenhofen (zur) "Entwarnung" in Sachen Krise kann für den Landkreis noch nicht gegeben werden. Davon ist Bernd Huber, Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats, überzeugt. Auch für 2010 sind Umsatzrückgänge, Insolvenzen und Entlassungen aus seiner Sicht ein realistisches Szenario.


Vor allem im Bereich Metall verarbeitender Betriebe und im Maschinenbau sowie bei vom Export abhängigen Unternehmen im Landkreis verzeichne man weiter bis zu 40 Prozent rückläufigen Umsatz, erklärt der Vorsitzende der Initiative Landkreismanagement, der sich seit zwei Jahren für die Wirtschaftsförderung vor Ort einbringt. Auch bei den Autoverkäufern zeigten sich nun die "Bremsspuren" der Abwrackprämie. Zurzeit betreue er neun von Insolvenz bedrohte Unternehmen "intensiv", erklärt Huber. Dank der "enormen Bemühungen" von Sparkasse und Hallertauer Volksbank gebe es im Landkreis glücklicherweise keine Kreditklemme. In der Regel gelinge es am "runden Tisch" vor Ort, eine Lösung für Betroffene – wie jüngst einen Metall und einen Holz verarbeitenden Betrieb – zu finden. Dem KfW-akkreditierten Unternehmensberater Joachim Reuter, der als Mitglied des Wirtschaftsbeirats Betrieben in Not kostenlos eine Erstberatung anbietet, gelang es zudem, so manchen Fördertopf "anzuzapfen".

Peter Beyer, der seit Dezember 2009 das neu geschaffene Amt des Sachbereichsleiters Wirtschaftsentwicklung betreut, freut sich angesichts eines großen Aufgabenspektrums in Huber und dem Wirtschaftsbeirat kompetente Unterstützung zu haben. In Beyers Verantwortung fällt die Beratung von Betrieben ebenso wie die Breitbandversorgung, die Organisation von Fördermitteln oder die Ansiedlung von Unternehmen. Derzeit hofft er, einen norddeutschen Papierverarbeitungsbetrieb mit bis zu 300 Mitarbeitern für den Landkreis gewinnen zu können. Beyer sieht seine vorrangige Aufgabe im Landkreis, der trotz allem "Dank seiner Diversifizierung breit aufgestellt ist" und auch bei der Arbeitslosenquote immer noch "bundesweit sehr gut dasteht", zunächst vorrangig in der Schaffung von Netzwerken. Auch das Management von Gewerbeflächen in Form einer landkreisweiten, zentralen Datenbank habe Priorität. Zudem soll unter seiner Regie ein Internetauftritt "Wirtschaft" unter eigenständiger Domain in mindestens zwei Sprachen entstehen.

Von Magdalena Zurek


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