"Jede hat ein gewisses Etwas!"
Pfaffenhofen (PK) Zum zweiten Mal lädt heuer der Pfaffenhofener Krippenweg ein, sich zu Fuß auf eine besinnliche Entdeckungsreise zu begeben. Initiiert von Maria Daubmeier und dem Verein Lebendige Innenstadt werden an 22 Stationen mehr als 25 individuelle Krippen gezeigt.
„Die Leute sollen sich in Ruhe Zeit nehmen und sich Gedanken machen: Warum feiern wir Weihnachten? Die Vorweihnachtszeit besteht nicht nur aus Christkindlmärkten“, stellt die gläubige Katholikin fest, die sich als Mitglied der Kirchenverwaltung der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist unter anderem um die Finanzen der katholischen Stadtpfarrei kümmert.
Maria Daubmeier kam dann eine Reise nach Südtirol in den Sinn, als sie in St. Pauls bei Eppan in der Nähe von Bozen einen besonderen Krippenweg entdeckte. Dort stellen alle Familien, die an der Hauptstraße wohnen, ihre eigene Weihnachtskrippe ins Fenster: „So etwas wäre auch was für Pfaffenhofen, hier besser in den Schaufenstern!“
Und ihr Vorschlag stieß auf positive Resonanz, auch beim katholischen Stadtpfarrer Frank Faulhaber und der evangelischen Pfarrerin Christiane Murner, die beide zufällig beim damaligen Treffen anwesend waren. Dann fand sich eine Reihe Geschäftsleute, die mitmachen wollten. Die meisten sind auch heuer wieder dabei. Durch einen Aufruf in der Heimatzeitung wurden viele Privatleute ausfindig gemacht, die ihre eigenen Krippen zur Verfügung stellen wollten. In diesem Jahr freut sich Maria Daubmeier, dass der Krippenweg mit 22 Stationen und über 25 Krippen noch einmal deutlich ausgeweitet wurde.
Der Weg beginnt und endet jeweils in einer Kirche. Station 1 ist die Krippe in der Stadtpfarrkirche, gebaut vom ehemaligen Stadtpfarrer Anton Keller. Peter Daubmeier hat schon als kleiner Bub beim Aufbau geholfen. „Als Vierjähriger konnte er noch selbst in die Krippe hineinsteigen“, erinnert sich seine Mutter. Auch heute noch kümmert sich der mittlerweile 26-Jährige, der beruflich voll in das seit 1930 bestehende Spielwarengeschäft eingestiegen ist, zusammen mit der Mesnerfamilie Hartl um die Gestaltung der großen Krippe in St. Johannes Baptist. Die Endstation des Krippenweges ist die Spitalkirche. „Generationen von Kindern haben hier schon ihr Zehnerl reingeworfen, um zu sehen, was sich alles bewegt“, sagt Daubmeier und lädt alle Interessierten zum Spaziergang auf dem Krippenweg ein. Dessen einzelne Stationen mit Beschreibungen der Krippen sind unten aufgeführt.
Der Rundweg ist in Kurzform auch auf dem Flugblatt „Pfaffenhofener Wichtelzeit und Weihnachtszauber“ zu finden. Ein besondere Lieblingskrippe hat Maria Daubmeier nicht: „Jede hat ein gewisses Etwas!“
Von Isolde Asbeck
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