Der Aufsichtsrat der Ilmtalklinik stoppte in seiner Sitzung am Mittwoch die Baumaßnahme laut Pressemitteilung einstimmig. "Es wurde der Beschluss gefasst, die Generalsanierung derzeit nicht fortzuführen", sagte Bianca Frömer, Sprecherin der Ilmtalklinik.

Dieser Beschluss verwundert angesichts der in den vergangenen Wochen ans Licht gekommenen Fakten nicht. Die Generalsanierung hätte in der vor einigen Jahren angestoßenen Planung rund 80 Millionen Euro gekostet. Allerdings erfuhren die Geschäftsführer Ingo Goldammer und Christian Degen nun, dass erhebliche Teile des Krankenhauses im Keller und im ersten Stock ausgeklammert wurden. Die Aufsichtsräte beteuern nun, von diesen Verfehlungen nie etwas gehört zu haben. Auf Anraten der Geschäftsführung wird die Planung jetzt neu aufgerollt. Dabei wird nach ersten Erkenntnissen sogar das Umschwenken auf einen Neubau oder Teilneubau der Klinik untersucht. Genaue Erkenntnisse dazu liegen noch nicht vor. In jedem Fall würden alle Varianten deutlich teurer als die bisherige Kostenschätzung ausfallen. Die Rede ist von Sanierungskosten im dreistelligen Millionenbereich. Ein Neubau würde womöglich gar nicht viel teurer kommen, brächte aber das Problem mit sich, erst ein geeignetes Grundstück dafür finden zu müssen.