• Das Alten- und Pflegeheim St. Franziskus in Pfaffenhofen kocht täglich für etwa 100 Bewohner. Jeder  ann beim Mittag- und Abendessen zwischen zwei Gerichten wählen, wobei es freitags immer Fisch und sonntags Fleisch zur Auswahl gibt. „Einmal pro Woche gibt es zum Abendessen einen großen Salatteller“, erzählt der Koch Michael Riepl. „Bei der monatlichen Essensausschusssitzung können die Senioren ihre Ideen selbst mit einbringen und Fleisch wird genauso oft gewünscht wie etwas ohne Fleisch“. Generell hat das Pflegeheim aber nichts gegen einen „Veggie-Tag“. Riepl findet: „Man kann vorher nicht sagen, wie ein vegetarischer oder veganer Tag bei den Bewohnern ankommt. Man müsste es einfach mal ausprobieren“.

 

  • „Haus St. Johannes“ nennt sich die Seniorenpflege in der Hohenwarter Straße. Im hauseigenen Restaurant finden sich täglich 25 bis 30 Bewohner zusammen, um gemeinsam zu frühstücken, Mittag zu essen und das Abendessen zu genießen. Mehrere Menüs stehen den Senioren zur Auswahl, abends gibt es sogar Buffet. Abwechslung ist vorhanden, zumal es Fleisch und Gerichte ohne Fleisch in gleichen Menge gibt. Ein fester „Veggie-Tag“ kommt für die Heimleiterin Ursula Schrader jedoch nicht in Frage: „Unsere Bewohner haben ihr Leben lang geschuftet, jetzt haben sie sich eine ordentliche Mahlzeit verdient!“ Auch hier gibt es Küchensprechstunden, in denen alle ihre Wünsche äußern dürfen.
  • Die Mitarbeiter der Sportschuhherstellers Lowa in Jetzendorf haben zwar eine firmeninterne Kantine, in dieser gibt es allerdings nur Kleinigkeiten wie Kaffee und Wurstsemmeln. Die richtige Mittagsmahlzeit gibt es dann im unweit entfernten Gasthof „Ottilinger“. Jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag essen etwa 100 von insgesamt  20 Mitarbeiter dort. Dienstags und donnerstags gibt es ein Fleischgericht, mittwochs ist Fisch- oder Nudeltag. „Manchmal steht auch ein großer Salatteller auf dem Plan“, sagt der Gastwirt Ottilinger.

 

  • Bei Hipp steht schon seit mehreren Jahren ein ausgewogenes, vegetarisches Hauptgericht täglich mit auf dem Plan der hauseigenen Mitarbeiterkantine. Von den insgesamt 700 Essen werden etwa 300 an Kindergärten und an das Heil- und Sozialpädagogische Zentrum in Pfaffenhofen geliefert – Fleisch ist etwa zweimal pro Woche dabei. Seit Mitte Mai hat Hipp zusammen mit dem Vegetarierverbund Deutschland das Pilotprojekt „Halbzeitvegetarier“ gestartet, „welches mehr unserer Firmen-Philosophie entspricht“, sagt Josef Holzer, Leiter der Betriebsgastronomie. Das Projekt sieht vor, dass sich zwei „Halbzeitvegetarier“ zusammenschließen und am Ende jeder Woche genau so viel Vegetarisches gegessen haben wie ein echter „Vollzeitvegetarier“. Eine Bonuskarte und ein Gewinnspiel geben Anreiz für die Teilnahme. „Wir wollen unseren Mitarbeitern die Wahl lassen und setzen auf sanfte Aufklärung statt auf strikte Verbote. Deshalb gibt es bei Hipp auch keinen „Veggie-Tag“, sondern ,nur’ den Halbzeitvegetarier. Wir bieten täglich ein vegetarisches Gericht an und etwa alle zwei Wochen ein veganes Gericht“, erklärt Holzer.