Pfaffenhofen: Erfolgreicher Kampf gegen Zahn der Zeit
Dritter Bürgermeister Roland Dörfler (links) und Stadtarchivar Andreas Sauer mit einem der frisch restaurierten Burgfriedensteine, der an der Scheyerer Straße steht. Diese Steine verloren zu Beginn des 19. Jahrhunderts zwar ihre rechtliche Bedeutung, markieren aber bis heute die Ausdehnung der Stadtgemeinde Pfaffenhofen bis zur Gebietsreform der Jahre 1971/72. - Foto: E. Steinbüchler
Pfaffenhofen

Von ursprünglich zwölf Steinen sind neun im Original erhalten. Sie wurden vom Augsburger Steinmetzmeister und Restaurator Gerhard A. Roth und seinen Mitarbeitern geborgen, von Schmutz und Ablagerungen befreit sowie konservatorisch behandelt. Die nun wieder aufgestellten Steine erinnern an die Zeit der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rechtsprechung. Sie markierten die Ausdehnung des Pfaffenhofener Burgfriedens, also des Rechtsbezirks, auf dessen Gebiet Bürgermeister und Stadtrat für die Ahndung leichterer Vergehen zuständig waren. Nach Streitigkeiten über die Ausdehnung des Rechtsraums wurden 1689 Burgfriedensäulen aus Stein anstelle der bis dahin üblichen hölzernen Markierungen aufgestellt. Sie waren weniger anfällig für Witterungseinflüsse und mehrere Zentner schwer, so dass sie nicht willkürlich versetzt werden konnten.