Pfaffenhofen: Damit es weiter grünt und blüht
Damit die Stauden in den neuen Pfaffenhofener Parks auch künftig so schön anzusehen sind wie beim großen Trachtlerfest während der Gartenschau, haben Verwaltung und Stadtwerke jetzt erste Aspekte eines Zukunftskonzepts ausgearbeitet. - Foto: Straßer
Pfaffenhofen

Der Stadtrat hat sich am Donnerstag über die Zukunftspläne für den Bürgerpark, die Insel und das Ilmufer unterhalten. Eva Mühldorfer aus dem Tiefbauamt fasste die Pläne zusammen, Mario Dietrich stellte als oberster Gärtner der Stadt sein Pflege- und Pflanzkonzept vor. Am Ende gab es keinen Beschluss, aber anerkennendes Nicken. "Das ist grundsolide", meinte Markus Käser (SPD). "Es war unsere Gartenschau. Jetzt soll es unser Bürgerpark werden", ergänzte Martin Rohrmann (CSU). Und als Referent für Grünanlagen hoffte Manfred "Mensch" Mayer von der Gemeinschaft für Gemeinwohl, dass sich ein Verhaltenskodex für die Nutzer der neu geschaffenen Parks einspiele. "Ein gewisser Vandalismus ist nicht von der Hand zu weisen", räumte Mühldorfer ein. Kritisch sah Mayer das Ansinnen, am Belvedere sechs Pflanzenkübel mit Schwertlilien (5700 Euro) aufzustellen. Diese empfand er als "wenig nachhaltig" und kritisierte den Arbeitsaufwand. Kommen werden sie wohl trotzdem, da die übrigen Räte das Vorhaben begrüßten. "Wir müssen sicher noch etwas nachschärfen, aber generell sind das lauter gute Vorschläge", meinte Käser.

Bürgermeister Thomas Herker (SPD) begrüßte die Pläne. Er sprach davon, dass niemand eine unendliche Gartenschau wolle, aber trotzdem die eine oder andere Veranstaltung eingestreut werden solle. "Wir wollen kein Disneyland, nur ein bisschen nachrüsten - denn die Pfaffenhofener haben ihre Parks schon lieb gewonnen."

Die Veränderungen sollen sich daher laut Mühldorfer und Dietrich in engen Grenzen halten - vom Arbeitsaufwand her, aber auch finanziell. Die Bühne auf der Musikwiese darf bleiben, neben dem Beachvolleyballfeld eine Grillstelle entstehen und eine Tischtennisplatte aufgestellt werden. Ein Pflanzenbeet eingangs des Bürgerparks wird mit in Sand gesetzten Trockenstauden bepflanzt (6500 Euro). Die Spielplätze und das Grüne Klassenzimmer werden mit Sonnensegeln nachgerüstet. "Die kosten 21 000 Euro und sind so lange nötig, bis die Bäume groß genug sind, um Schatten zu spenden", führte Dietrich aus. Zudem braucht es Poller und Radlständer an den Eingängen sowie Herbstblüher in einzelnen Staudenbeeten (6000 Euro). "Die Beete waren bislang auf den Zeitraum der Gartenschau ausgelegt und sollten etwas ergänzt werden, damit sie das ganze Jahr über hübsch sind", so Dietrich.

Die Pflege durch die Stadtwerke-Gärtner wird voraussichtlich 105 800 Euro pro Jahr kosten, also etwas mehr als bislang veranschlagt. Einzelne Rasenflächen, die mäßig besucht waren, will Dietrich in Wiesen umwandeln. "Das macht weniger Arbeit und ist gut für die Artenvielfalt, die Bienen und die Vögel", meinte er. Die gepflanzten Bäume sollen auf eine Höhe von fünf bis sieben Meter aufgeastet werden. "Das macht alles heller und man kann den Raum darunter besser nutzen."

An Veranstaltungen, die in den Parks stattfinden sollen, brachte Hauptamtsleiter Hans-Dieter Kappelmeier neben einer Konzertreihe die Beibehaltung des Erntedankfests am Hopfenturm und des Open-air-Kinos sowie ein Neubürgerfest ins Spiel. "Das Saitensprung-Festival wird künftig am Ilmufer stattfinden", fügte er an. "Und ob wir die Kurzfilmnacht wieder auf die Insel verlegen, müssen wir noch abwägen."

Hoch im Kurs steht bei Dietrich der Freundeskreis der Gartenschau. Die Mitglieder sollen künftig - wie bei den Grünanlagenpaten - einzelne Bereiche der Parks ehrenamtlich und eigenverantwortlich pflegen. "Das spart Geld und bindet die Bürger prima ein", meinte er. Interessierte sucht er ständig und wird am 30. November zu einer gesonderten Versammlung dazu einladen.