Pfaffenhofen: Stadt steht hinter spielenden Kindern
Die Straßenreinigung hat mit dem "Strand" am Wasserspiel ihre liebe Not, weil der Sand den Pumpen zusetzt. Das will die Stadt den Kindern zuliebe aber in Kauf nehmen. - Foto: Kraus
Pfaffenhofen

Es gab Beschwerden und kritische Kommentare im Internet. Die Stadt Pfaffenhofen schlägt sich in der Sache aber ohne Wenn und Aber auf die Seite der Kinder.

Der temporäre Spielplatz, den die Stadt neben dem Marienbrunnen errichtet hat, erweist sich als wahrer Familienmagnet. Während die größeren Kinder auf den Holzspielgeräten klettern und balancieren, fühlen sich die kleinsten im eingezäunten Riesensandkasten pudelwohl - das Konzept geht auf und erste Stimmen werden schon laut, dass der Spielplatz auch nach der Gartenschau bleiben soll.

Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich natürlich auch das Wasserspiel, das bei hohen Temperaturen dicht umlagert ist - noch dazu da der Verein Lebendige Innenstadt (Igli) nun einen künstlichen Strand aufgeschüttet hat. Doch genau dieser hat "Nebenwirkungen": Spielende Kinder stauen mit dem Sand gerne den angrenzenden Wasserlauf zum Wasserspiel hin auf. So verteilt sich der Sand nicht nur am Unteren Hauptplatz, sondern landet auch im Wasserkreislauf des Flächenbrunnens. Zwar reinigen Mitarbeiter der Stadtwerke täglich das Wasserspiel und den künstlichen Bachlauf. Trotzdem setzt sich Sand im Innern ab und der Schacht verschlammt - was zu einem Schaden an den beiden Pumpen führen könnte. Diskutiert wurde deshalb, ob zumindest der Wasserlauf während der Gartenschau abgeschaltet werden sollte und nur die Fontänen laufen - damit weniger Sand eingespült wird. Die Stadt Pfaffenhofen will aber den Kindern zuliebe den Betrieb uneingeschränkt weiterlaufen lassen: "Die Kinderfreundlichkeit steht im Vordergrund unserer Bemühungen", erklärt der geschäftsführende Beamte Florian Erdle die Haltung der Kommune. Sandeintrag vermeiden gehe nur auf Kosten des Freizeitwerts - "und den wollen wir erhalten", so der Stadtjurist. "Die befürchteten Probleme wollen wir durch regelmäßiges Kehren oder technische Maßnahmen verhindern." Denn der Sinn der Spielanlagen sei es schließlich, den Kindern und Familien Freude zu bereiten - und nicht, möglichst pflegeleicht für die Stadtreinigung zu sein.