Wie groß die Menge an Altkleidern sei, die die im Landkreis Pfaffenhofen ansässige Firma unsortiert in Säcken auf einem Lkw-Container gestapelt hatte, konnte die Pressestelle des Hauptzollamtes Augsburg nicht sagen. Fest steht lediglich: Die Firma hatte die Ausfuhr beim Zoll angemeldet. Doch die Altkleider waren noch in den ursprünglichen Sammeltüten verpackt und nicht sortiert.

Die Zöllner, die den Container am 8. August in Augenschein nahmen, informierten die Regierung von Oberbayern als zuständige Fachbehörde. Auch diese stellte fest, dass es sich bei der Lieferung um eine sogenannte Abfallsendung handele, und untersagte die Ausfuhr aus Deutschland.

Da Altkleidersammlungen nicht nur aus gebrauchsfähigen Altkleidern bestehen, sondern auch verschmutzte und beschädigte Textilien enthalten können, werden diese in unsortiertem Zustand als Abfall bewertet. Doch für einen Abfalltransport benötigt der Spediteur Genehmigungen aus dem Ausfuhrland, sämtlichen Durchfuhrländern und dem Empfängerland. Diese Genehmigungen lagen nach Angaben des Zollamts nicht vor.

Die strengen Auflagen für Lieferungen ins Ausland seien notwendig, um zu verhindern, dass Waren dort möglicherweise nicht umweltgerecht entsorgt werden, so das Hauptzollamt.