Dabei sein ist alles: Kleine Wettkampf-Teilnehmer der ?Hippiade? im Garten des Hipp-Naturkinderhauses.
Dabei sein ist alles: Kleine Wettkampf-Teilnehmer der „Hippiade“ im Garten des Hipp-Naturkinderhauses.
Herchenbach
Pfaffenhofen

Und was ist das Geheimnis der Ohrenkneifer? Und wie pinkeln Vögel? Gut zwei Dutzend Vier- bis Zwölfjährige wissen das jetzt: Am Samstagnachmittag hatte der Babynahrungshersteller Hipp in sein Naturkinderhaus eingeladen, dem neuen Betriebskindergarten des Unternehmens, und in Kooperation mit dem Natur-Vision-Filmfestival außergewöhnliche und verblüffende Dokumentarfilme gezeigt, die auch Kinder begeistern.

In dem international vielfach preisgekrönten Streifen „Giraffen – Giganten hautnah“ des Filmemachers Herbert Oswald staunten sie, wie die eineinhalb Tonnen schweren Kolosse in der namibischen Steppe mit eleganten Sprüngen einem Löwenrudel entkommen und wie sie mit ihrer einen halben Meter langen Zunge Blätter von den Bäumen rupfen.

Kindern die Natur näher bringen, das ist das Anliegen des Babynahrungsherstellers, der während der gesamten Gartenschau Programme im Naturkinderhaus angeboten hat. So wurden Nistkästen gebastelt, Insektenhotels gebaut, aus Holzpaletten Hochbeete angelegt, in denen es jetzt im Kinderhaus-Garten grünt und blüht.

Anna Mühlhaus, die Organisationsleiterin des Filmfestivals, das seit 16 Jahren Dokumentarfilmer einlädt, ihre Beiträge einzureichen und prämieren zu lassen, hatte für Hipp die Vorauswahl getroffen. „Die Kinder sollten fasziniert sein, etwas Neues lernen“, sagt Karin Pretzel, Referentin der Geschäftsleitung. Und wenn es dann auch noch exotisch ist wie die Tiere mit dem Kopf eines Kamels und dem Fell eines Leoá ?parden – umso besser.

Damit die Kleinen sich auch bewegen können, wurde der Filmnachmittag von einer „Hippiade“ unterbrochen, einem sportlichen Wettbewerb im Garten.

Und für die, die nicht dabei waren, soll jetzt das Geheimnis gelüftet werden: Vögel pinkeln gar nicht, sondern scheiden mit ihrem großen Geschäft auch weiße Harnsäure aus, die bei anderen Lebewesen in Wasser aufgelöst ist.

Und noch zwei erstaunliche Erkenntnisse brachte der Nachmittag den Zuschauern: Ohrenkneifer benutzen ihre Zangen am Hinterleib nicht etwa, um die Menschen in ihre Ohren zu zwicken, sondern um damit ihre Flügel zu entfalten. Ja, stimmt schon: Ohrenkneifer haben Flügel.