Über enormen Andrang konnten sich die Geisenfelder nochmals am vergangenen Wochenende, zum Schluss ihres Gastspiels auf der Gartenschau, freuen.
Über enormen Andrang konnten sich die Geisenfelder nochmals am vergangenen Wochenende, zum Schluss ihres Gastspiels auf der Gartenschau, freuen.
Zablowsky

Auf der Musik, dem grünen Gold der Hallertau und nicht zuletzt dem schauspielerischen Talent der Stadtstörche gründete sich der Erfolg der Geisenfelder am Landkreisstand. „Der Besuch war eigentlich an allen Tagen sehr gut“, meint Staudter. Ganz unabhängig vom Wetter. Sehr gut habe das Zusammenspiel mit den Kreisgartlern funktioniert. „Wir haben gegenseitig voneinander profitiert.“ Insgesamt hätten die beiden Gruppen stets viele Besucher anlocken können. „Und wir haben sehr viel Lob erhalten – auch von vielen Pfaffenhofenern. Das hat uns sehr gefreut.“

Eine Woche lang bespielten vor allem die Darsteller aus den Stadtstorchführungen den Stand. „Wir haben etliche beliebte Szenen gezeigt – und waren überaus begehrte Fotomotive“, befindet die Kulturreferentin, die das Programm federführend zusammengestellt hatte. Auch ein Stadtstorch-Gewinnspiel gab es, wobei verschiedene Führungen gewonnen werden konnten. Die beiden Hauptpreise wurden dann aus allen Verlosungsteilnehmern gezogen: Eine Führung „Nostalgie und Kulinarik“ für zwei Personen im Wert von 70 Euro gewann Brigitte Gänsheimer aus Schweitenkirchen, eine Führung „Reines Bier“ für zwei Personen im Wert von 60 Euro Heidi Breitner aus Pfaffenhofen.

Für die Fotos bildete der kleine Hopfengarten am Rande des Stands zumeist die Kulisse. Fotografieren ließen sich die Besucher zusammen mit Trachtlern oder den Stadtstörchen, wobei man während der Woche mehr als 2000 solcher Fotos verteilen konnte. „Die waren der absolute Renner“, erzählt Staudter.

Verena Belzer

Überhaupt waren es der Hopfen, die Holledau und die Tradition, die den Stand immer wieder dominierten. Mit jeweils zwei Personen war der Museumsverein vertreten, der die alte Holledauer Tracht präsentierte. Die Mitglieder des Kunstkreises Spektrum bastelten mit den Kindern Sonnenvisiere in allen Farben und Formen. Und die Trachtenschneiderei Raith aus Parleiten zeigte ihre Puppen und Handarbeiten. Maxi Gaffal von Katrins Töpferwerkstatt lud ebenfalls zum Mitmachen ein. Hier ging es für die Teilnehmer darum, kleine Hopfendolden aus Ton zu fertigen – oder sich den kreativen Akt zumindest anzuschauen und ihn sich erläutern zu lassen.

Wirklich tief in den Hopfen tauchten die Gäste beim Angebot von Garten Eickelmann ein. Normalerweise werden dort die neuen Hüller Sorten gezogen. Auf die Gartenschau brachten die Gartenexperten neuartige Sorten mit. „Unter anderem eine, die nach Mandarine riecht“, so Staudter. Dass der Gerstensaft später auch so schmeckt, erfuhren die Besucher auch. „Wir haben ein solches Mandarinenbier zum Probieren dabei gehabt“, meinte Staudter weiter.

Der Geisenfelder Stand kommt auf der Gartenschau gut an.
dbr (dbr)

Ein täglicher Höhepunkt war auch das Bemalen von Gartenbänken mit bunten Farben. Hier zeigte sich ebenfalls der Kunstkreis aktiv. Die tollen Stücke sollen nun Ehrenplätze in Geisenfeld erhalten. „Uns schwebt vor allem die Storchenwiese vor“, führte Staudter aus.

Zusätzlich zu diesen festen Programmpunkten gab es auch noch täglich wechselnde Angebote. Das Holledauer Bauernballett war ebenso mehrmals vertreten wie die Harfenistin Karoline Frey. Sie zeigte einmal auch zusammen mit der Gitarristin Rosa Karger, wie die Gartenschaubesucher am besten zum Mitsingen zu motivieren sind. Am Samstag zeigte schließlich die Stadtkapelle ihr Können, ehe die Celtic Troubadours mit ihren irischen Klängen die Gäste in Begeisterung versetzten. Letzten Endes war es eine abwechslungsreiche Woche, für die Geisenfeld sogar mit hohem politischen Besuch belohnt wurde. Grünen-Politikerin Claudia Roth ließ sich die Visite des Standes nicht entgehen.

„Wir haben die Kreisstadt mit diesem Angebot unterstützt“, resümierte die Kulturreferentin. Was selbstverständlich war, weil so etwas wie die Gartenschau für die Region etwas Tolles sei. „Auf der anderen Seite konnten wir auch etwas Werbung für uns machen und Geisenfeld und die Region touristisch in ein gutes Licht rücken.“ Staudters großer Dank gilt daher den vielen Ehrenamtlichen, die sich teilweise täglich eine Woche lange gewaltig engagiert hatten. „So etwas ist nun wirklich nicht normal, sondern das war wirklich großes Kino“.