Hätte die Gemeinde an dieser Ausschreibung nicht teilnehmen wollen, wäre es höchste Zeit, die bestehende Vereinbarung zu kündigen. Sowohl die Verwaltung als auch der Gemeinderat haben sich aber deutlich dafür ausgesprochen, weiterhin an der Ausschreibung für die Strombeschaffung bis 2022 teilzunehmen.

Die zu erwartenden Kosten für die Begleitung durch Kubus liegen bei 1100 bis 1500 Euro. Wie Bürgermeister Manfred Betzin (CSU) bekanntgab, liegt der jährliche Strombedarf der Gemeinde Jetzendorf bei etwa 300.000 Kilowatt pro Stunde.

Keine große Diskussion warf die Frage auf, ob die Gemeinde wie bisher Normalstrom, Ökostrom ohne Neuanlagenquote oder Ökostrom mit Neuanlagenquote will. Bei Ökostrom ohne Neuanlagenquote erfolge die Stromerzeugung in Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2015 in Betrieb genommen wurden, so Betzin. Im Vergleich zum Normalstrom seien bei gleicher Bezugsmenge Mehrkosten in Höhe von 900 Euro zu erwarten. Gemeinden die sich für Ökostrom mit Neuanlagenquote - also aus modernen Anlagen, die nach dem 31. Dezember 2015 in Betrieb genommen wurden - entscheiden, müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Laut Bürgermeister Betzin würde das Mehrkosten in Höhe von 1500 bis 3000 Euro bedeuten.

"Ökostrom bleibt Ökostrom", meinte Betzin und sprach sich daher für Ökostrom ohne Neuanlagenquote aus. Aufgrund der geringen Kostendifferenz zu Normalstrom sprach sich auch Vize-Bürgermeister Leonhard Sedlmeier (Parteiunabhängige) dafür aus, die Gemeinde mit Ökostrom ohne Neuanlagenquote beliefern zu lassen.

Diesem Vorschlag folgten schließlich alle Ratsmitglieder - in erster Linie, um zu zeigen, dass man der regenerativen Energiegewinnung positiv gegenüber steht.