Im Übrigen gehe es nicht an, dass Hausbesitzer unabhängig vom Besitz eines Kraftfahrzeugs zum Zahlen herangezogen werden, während Leute, die in Miete wohnen, aber oft sogar mit mehreren Fahrzeugen Schäden an den Straßen anrichten könnten, überhaupt nicht bei Straßenausbaumaßnahmen finanziell herangezogen werden.

Ein demnächst stattfindender Bürgermeister-Dialog beim CSU-Bundestagsabgeordneten Erich Irlstorfer, an dem auch Florian Herrmann teilnimmt, der im Bayerischen Landtag die Positition der CSU in Sachen "Strabs" vertritt, soll den Kommunalpolitikern Klarheit verschaffen, was die CSU vorhat und dem geplanten Volksbegehren der Freien Wähler zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge entgegensetzen will.

Dass auch innerhalb der CSU die "Strabs" schwer umstritten ist, zeigte der Diskussionsbeitrag von Gemeinderat Jochen Lojewski, der auch Bezirksvorsitzender der oberbayerischen Senioren-Union ist. Wie Lojewski betonte, belaste die auch in Jetzendorf bestehende Satzung zu einem Großteil auch Bürger, die mit ihrem Hausbau in ihre Altersversorgung investiert haben, was vom Staat ja gewünscht werde. Diese Leute hätten über Jahre schon Einkommensteuer und beim Grundstückskauf auch Grunderwerbsteuer bezahlt und sollten nun auch noch kräftig beim Straßenausbau zur Kasse gebeten werden, den meist andere verursacht haben. "Was soll das Ganze eigentlich", so der sichtlich verärgerte Lojewski. Auch weitere Gemeinderatsmitglieder haben deutlich zu erkennen gegeben, dass sie mit der bestehenden Regelung unzufrieden sind.