Ich glaube, diese Zielsetzung wird auch von Ihnen allen vertreten", schreibt er in einem offenen Brief an Bürgermeister Manfred Russer (CSU) und die Hohenwarter Gemeinderäte. Schweigard weiter: "Deshalb ist die Art und Weise, wie Herr Rossa in der Gemeinderatssitzung vom 18. Januar bei der Vorstellung des Sandachsenprojektes ,unter die Räder kam', etwas verwunderlich."

Die Paartaler Sanddünen seien beispielhaft für die Schönheit und Besonderheit einer Naturlandschaft, "die es vor unserer Haustür noch gibt und die deshalb zu schützen und zu bewahren ist". Das Paartal sei eine der wärmsten Regionen Bayerns. Vor allem die Sanddünen an den südlichen Hängen des Paartals seien für ihre Vielfalt von seltenen Pflanzen bemerkenswert. "Diese Vielfalt", so Schweigard, "ist aber nur noch an wenigen Stellen wie zum Beispiel im Naturschutzgebiet Windsberg in Freinhausen und am Schindwidlberg in Reichertshofen erhalten." Die moderne Landwirtschaft mit ihrem Einsatz von Herbiziden, Fungiziden und Dünger habe den Pflanzen, die mit geringen Nähstoffen auskommen können, ihren Lebensraum genommen. Dies sei der Grund, warum sich die Artenvielfalt nur noch auf wenigen Flächen erhalten habe. Schweigard: "Dazu zählen auch die Seitenränder der Straßen und Feldwege. Wie wir aus unseren mehrjährigen Bemühungen zum Erhalt der Malven-Langhornbiene erkennen können, sollte die Art und Weise, wie unsere Straßen- und Wegränder gepflegt werden, dringend geändert werden. So ist das Mulchen und Liegenlassen des Mähgutes der Grund dafür, dass auch an den Wegrändern viele Blumen ausbleiben."

Vor allem die Wege und Böschungen an den südlichen Hängen des Paartals seien wertvolle Rückzugsgebiete von seltenen Pflanzen, schreibt der BN-Vorsitzende weiter und erklärt: "Diese sollen nun im Rahmen des Projektes Paartaler Sanddünen erfasst und so erhalten werden, dass sie eine Vernetzung und Verbindung der seltenen Sand-Lebensräume ermöglichen."